Fraktion

GLP, BDP und EVP spannen im Kantonsrat mit der CVP zusammen

Die GLP, BDP und EVP schliessen sich mit der CVP zu einer Fraktion zusammen. (Symbolbild)

Die GLP, BDP und EVP schliessen sich mit der CVP zu einer Fraktion zusammen. (Symbolbild)

Wie erwartet: Im neuen Kantonsrat entsteht in der Mitte eine Vierparteien-Fraktion aus CVP, Grünliberalen (GLP), Bürgerlich-Demokratischer Partei (BDP) und Evangelischer Volkspartei (EVP).

Die Fraktion setzt sich zusammen aus 22 CVP-, 4 GLP-, 2 BDP- und 1 EVP-Vertreter(n). Diese Fraktionsgemeinschaft in der politischen Mitte wird mit 29 Mitgliedern die grösste Gruppe im neuen Parlament sein, vor der FDP mit 26, SP und SVP mit je 19 und Grünen mit 7 Mitgliedern.

Ihr Vorstand habe einstimmig beschlossen, dass ihre zwei Kantonsräte eine Fraktionsgemeinschaft mit der CVP eingehen, teilte die BDP mit. Als Alternative sei zwar eine kleine Fraktion GLP-BDP, eventuell mit der EVP, geprüft worden, erklärte BDP-Präsident Markus Dietschi (Selzach) auf Anfrage. «Aber da wäre uns wohl die Arbeit über den Kopf gewachsen. In der grossen Fraktion könne man die Kräfte in der Mitte bündeln und von der guten Infrastruktur profitieren. Diese Lösung sei mit der Listenverbindung in den Wahlen vorgespurt worden. Mit der CVP bestehe ein gutes Vertrauensverhältnis, so der BDP-Präsident. Darum sei ein Anschluss an die FDP-Fraktion keine Option gewesen. Laut Dietschi werden beide BDP-Kantonsräte je einen Kommissionssitz erhalten. Das sei aber für ihren Entscheid nicht Bedingung gewesen.

Keine Alternative für GLP und EVP

Auch bei der GLP ist der Grundsatzentscheid für die Fraktionsgemeinschaft mit der CVP gefallen, bestätigte Parteipräsident René Kühne (Günsberg) auf Anfrage. Auch ihr erschien der Arbeitsaufwand in einer kleinen Fraktion zu gross. Zwar werde erst Mitte April feststehen, ob die vier GLP-Kantonsräte drei oder vier Kommissionssitze erhielten. Aufgrund des Vertrauens zwischen den Partei- und Fraktionspräsidenten gehe er aber nicht davon aus, dass diese Frage die Fraktionsgemeinschaft noch infrage stellen werde.

Schliesslich hat sich auch EVP-Kantonsrat René Steiner erneut für die CVP entschieden – allein schon mangels Alternative. Er würde gern weiterhin in der Bildungs- und Kulturkommission mitarbeiten und rechnet damit, dass dem nichts entgegenstehen wird. (cva)

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