«Giacobbo/Müller»
Giacobbo zu Wanner: «Sie sehen aus wie ein römischer Senator»

Christian Wanner, der Solothurner Regierungsrat und Präsident der Schweizerischen Finanzdirektorenkonferenz, war am Sonntag zu Gast in der Satiresendung «Giacobbo/Müller».

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Christian Wanner erkläre als Finanzdirektor und Präsident der Schweizerischen Finanzdirektorenkonferenz jeweils auf eine ruhige und kompetente Weise, was Sache sei, stellte Viktor Giacobbo den 65-Jährigen in der gestrigen Sendung «Giacobbo/Müller» vor. Ebenso ruhig und besonnen trat Wanner, der in Messen auch noch einen Bauernhof führt, auf. Viel kritische Worte für Wanner fanden die Satiriker Viktor Giacobbo und Mike Müller aber nicht. So kam Wanner denn auch nie in die Bredouille.

Ob er denn alles unter einen Hut bringe, wollte Giacobbo wissen. «Selbstverständlich», entgegnete Wanner und fing sich sogleich einen Lacher vom Publikum ein: «An manchen Tagen haben aber nur noch die Kühe Freude an mir.»

Zum Job als Finanzminister meinte Wanner, dass Steuern einziehen kein Vergnügen sei. Er selber würde sich wünschen, dass es dies nicht brauche. Abschaffen könne man es aber nicht. «Der Finanzminister hat in der Regel genug Geld, da gibt es aber noch vier, fünf andere, die Geld wollen.»

Parteiprogramm nie gelesen

Im Gespräch kam auch Wanners Kritik an der eigenen Partei, der FDP, aufs Tablett. «Man muss andere Meinungen zulassen und auch Meinungen beachten, die nicht auf der Parteilinie liegen», so Wanners Ansicht. Er habe das Parteiprogramm nie gelesen und nie danach politisiert. «So sehen sie auch nicht aus», so Giacobbos Antwort.

Eine weitere Bemerkung zu Wanners Aussehen erlaubte er sich zum Schluss. Als der Solothurner Regierungsrat erklärt, dass Messen die Bezeichnung für eine römische Pferdewechselstelle zwischen Kaiseraugst und Aventicum gewesen sei, meint der Satiriker: «Schön dass sie noch die Römer ins Spiel bringen. Denn sie sehen aus wie ein römischer Senator.» (ldu)

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