Gewerkschaft
Gewerkschaft Syndicom will noch dieses Jahr ein Sekretariat in Olten eröffnen

Noch in diesem Jahr will die Gewerkschaft Syndicom in Olten ein weiteres Sekretariat eröffnen. Die Gewerkschaft findet, dass dies notwendig ist, da die Gewerkschaften heute zu den Leuten gehen müssen, um etwas erreichen zu können.

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v.l.: Syndicom-Sektionspräsident Hansjörg Wetzlinger, die SP-Nationalräte Philipp Hadern und Bea Heim sowie Regionalleiter Claudio Marrari.

v.l.: Syndicom-Sektionspräsident Hansjörg Wetzlinger, die SP-Nationalräte Philipp Hadern und Bea Heim sowie Regionalleiter Claudio Marrari.

Zur Verfügung gestellt

An der Generalversammlung der Gewerkschaft Syndicom Sektion Olten-Solothurn stellten die 80 Teilnehmenden die Weichen neu. Claudio Marrari, Leiter der Syndicom Region Nordwest-Zentralschweiz, hielt gleich zu Beginn fest, dass sich die Gewerkschaftsarbeit geändert habe.

«Heute sind es die Gewerkschaften, die zu den Leuten gehen müssen.» Es sei darum folgerichtig, mit einem weiteren Sekretariat neben demjenigen in Härkingen auch in Olten präsent zu sein.

Es gelte, dem wachsenden Druck der Arbeitgebenden, allen voran der schweizerischen Post, gewerkschaftliche Antworten zu entgegnen. SP-Nationalrätin Bea Heim prangerte in ihrer Grussbotschaft den Egoismus in den Führungsetagen an, während Arbeitnehmer immer stärker unter Druck gerieten.

Der Dauerbeschuss der bürgerlichen Parteien auf die Sozialwerke, allen voran auf die AHV sei stossend, so Heim, «während die Bürgerlichen gleichzeitig die Steuern für Reiche senken wollen». Dies zwinge den Bundesrat zu einem Sparpaket auf Kosten der AHV.

In seinem Abstimmungsreferat sprach sich SP-Nationalrat Philipp Hadorn für ein Ja am 18. Mai zur Mindestlohninitiative aus. «330 000 Menschen verdienen heute weniger als 22 Franken pro Stunde, oder 4 000 Franken pro Monat», so Hadorn.

Im Weiteren wurde der Vorstand der Sektion Olten-Solothurn einstimmig gewählt, bestehend aus Hansjörg Wetzlinger (Präsident), Martin Brand (Vize), Edith Annaheim, Margrit Büschi, Joe Vonarburg, Roman Locher, Silvia Schönmann, Urs Scheidegger und Heidi Hasler. (mgt)