Der kgv wolle damit die wirtschaftliche Wichtigkeit des Flughafen Grenchen unterstreichen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Flughafen Grenchen sei für den Kanton Solothurn ein Standortvorteil.

Der Flughafen Grenchen sei der bedeutendste Regionalflughafen der Schweiz, ohne Linien- und Charterflüge, mit einem Anteil von rund 20 Prozent Flugbewegungen. Er sei vor allem zwischen Zürich und Genf der einzige ausschliesslich auf die Allgemeine Luftfahrt ausgerichtete Flughafen – und eine Zentrum der Ausbildung auf allen Stufen. Auf dem Flughafen seien 22 Betriebe mit rund 220 Arbeitsstellen beheimatet, dies mit einer Wertschöpfung von 26 Millionen Franken.

Die 75‘000 Flugbewegungen pro Jahr fallen zu 65 Prozent auf die Linienpiloten-Ausbildung der SWISS Aviation Training und die anderen ansässigen Flugschulen. Aufgrund der Verwendung von Flugsimulatoren und einer Abnahme der Freizeitflüge ist die Anzahl der Flugbewegungen in den letzten Jahren rückläufig gewesen.

Europäische Bestimmungen hätten die Pistenlängen rechnerisch verkürzt, für Businessairports gelte heute eine Pistenlänge von mindestens 1400-1500 Metern. Nur damit werde die Erreichbarkeit für die externe Geschäftsfliegerei sichergestellt. «Das heisst, wenn man auch in Zukunft über den Standortvorteil eines Businessflughafens verfügen will, ist eine Anpassung der Pisten unabdingbar», so der kgv. Dabei würden nicht mehr Flugbewegungen erwartet, sondern eher weniger und dies mit moderneren, leiseren und umweltfreundlicheren Flugzeugen.

Momentan geht es für den kgv nur darum, vorausschauend zu handeln und die raumplanerischen Voraussetzungen für eine Pistenanpassung zu schaffen. Diese soll dann im nächsten Jahrzehnt realisiert werden. (mgt)