Kommentar

Getrübter Neubeginn

Sorgenkind Weissenstein...

Sorgenkind Weissenstein...

Sorgenkind Weissenstein: Jedes Mal, wenn der Eindruck aufkommt, auf dem Solothurner Hausberg sei endlich jeder Stein ordentlich an seinem Platz, bröckelt es wieder an einer Stelle.

Jetzt, wo die Bahn flott hin- und hergondelt, rumort es einmal mehr – im Kurhaus Weissenstein. In einer unmissverständlich kritisch abgefassten Medienmitteilung geht die neue Besitzerin auf Distanz zur Pächterin Hüttenzauber, die immerhin einige Jahre auf dem Berg tätig war. Da fallen schon mal Worte wie «wir möchten uns klar von dem Betrieb distanzieren», denn man wolle künftig sehr gute Qualität anbieten, mit zuvorkommenden und motivierten Mitarbeitern und diese fair behandeln. Dabei dürfte es sich um eine Anspielung auf einen Kassensturzbericht vom vergangenen Januar handeln, in dem die Bergrestaurant-Kette nicht eben gut weggekommen ist.

Strich darunter, das kann im Wirtschaftsleben vorkommen, könnte man dazu sagen und zur Tagesordnung übergehen. Ganz so einfach liegen die Dinge jedoch nicht. Denn aufgrund des unerwarteten Bruchs ist es derzeit alles andere als klar, mit welchem Angebot Gäste im Kurhaus während der kommenden Freizeitsaison rechnen können. Noch sind die Aussagen der Weissenstein AG vage. Verständlich, die Trennung von der Pächterin macht nicht gerade den Eindruck, als sei sie Teil eines Konzepts. Erschwerend kommt hinzu, dass die ambitiösen Um- und Neubauten dem Zeitplan hinterherhinken. Wenig beruhigend ist dabei der Umstand, dass weiterhin keine Baubewilligung vorliegt, obwohl Handwerker bereits tüchtig Arbeiten ausgeführt haben.

Somit bleibt zu hoffen, dass die Hausherren im Kurhaus die Kurve elegant kriegen. Wäre doch schön, wenn das Erholungsgebiet Weissenstein frei von Turbulenzen durchstarten könnte – so wie schon mehrfach erhofft.

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