Fachhochschule Nordwestschweiz

Gestalten mit wissenschaftlichem Touch: Die vier Elemente stehen bei der «Art Science Night» im Fokus

Am kommenden Freitag findet in der Fachhochschule Nordwestschweiz in Solothurn ein kreativer Abend für Kinder, Eltern, Schulklassen und Co. Es ist die dritte Ausgabe der «Art Science Night».

Am kommenden Freitag findet in der Fachhochschule Nordwestschweiz in Solothurn, gemeinhin bekannt als PH, die dritte «Art Science Night» statt. Das diesjährige Thema ist «Feuer, Wasser, Luft und Erde – Begegnungen mit Kunst und Technik».

Das Programm der Veranstaltung, die von 17 bis 21 Uhr stattfindet, ist vielfältig. So kann man beispielsweise bei Mitmach-Angebot «Wasserwege», mit verschiedenen Elementen eine Wasserbahn konstruieren. Oder man versucht sich in der Landschaftsmalerei, wie Cuno Amiet das tat, gleichzeitig lernt man auch noch etwas über den bekannten Solothurner Künstler.

Gabriela Brütsch organisiert die Art Science Night, sie erklärt: «Der Anlass findet jedes zweite Jahr statt. Es geht darum, zu gestalten, dabei aber auch einen wissenschaftlichen Aspekt in den Prozess des Gestaltens einzuarbeiten.» Es ginge auch darum, zu zeigen, dass «Gestalten» nicht nur spassig ist, sondern auch wichtig und lehrreich. «Wichtig ist uns dabei, dass das Erleben im Vordergrund steht und nicht das ‹Etwas-mit-nach-Hause-Nehmen›.»

Die Art Science Night soll «der PH Solothurn ein Gesicht geben und den Leuten die Möglichkeit, die Fachhochschule zu besuchen». Ausserdem können auch Studenten der PH einen Workshop oder ein Mitmach-Angebot planen und dann durchführen, eine gute Praxis-Erfahrung für die Studierenden.

Eifrige Vorbereitungen

Für zwei Klassen des Schulkreises Vorstadt ist die baldige Art Science Night etwas ganz Besonderes. Sie werden an jenem Abend nämlich sogenannte Expertenkinder sein, beim Mitmach-Angebot «Hängender Garten». Bereits im Vorfeld haben sie sich eifrig mit dem Projekt befasst und rund zwei Drittel des «Hängenden Gartens» schon im Werkunterricht gebastelt. An der Art Science Night werden sie den Besucherinnen und Besuchern erklären, was sie machen müssen, um auch einen Teil zum «Hängenden Garten» beizutragen und diesen so noch zu vergrössern.

Dienstagmorgen im Vorstadt-Schulhaus: Die Kinder der dritten Klasse basteln hingebungsvoll, sie befestigen verschiedene Dinge aus Garten und Wald an Schnüren. Katharina von Arx, die Lehrerin der Klasse erklärt: «Die Kinder haben genaue Vorgaben wie lang die Schnüre sein dürfen und wie viele Dinge sie daran befestigen können, damit sie nicht zu schwer zum Aufhängen werden.» Doch es besteht kein Grund zur Sorge, die Kids haben alles im Griff. Anna (8) meint, während sie eine Blume an der Schnur befestigt: «Die Teamarbeit beim Basteln ist cool.» Sie arbeitet zusammen mit dem ein Jahr älteren Nelson. «Wir haben schon zwei Girlanden fertig.»

Die verschieden Gegenstände für die Girlanden haben die Kinder selbständig gesammelt. Und laufend bringen die Profi-Bastler neue Sachen mit in die Schule. «Ein Kind hat sogar spezielle Nüsse aus den Ferien im Tessin mitgebracht», erzählt von Arx lächelnd. Die Vorfreude auf die Art Science Night und ihrem dortigen Auftritt als Expertenkinder ist gross. Milou (8) erklärt: «Ich freue mich mega, weil ich dann den anderen dort zeigen kann, wie sie es machen müssen.»

Initiantin dieses Projekts ist Barbara Wyss. Sie besucht die Kinder im Werkunterricht, um zu sehen, wie das Projekt vorankommt. «Beim ‹Hängenden Garten› geht es darum, den Garten verkehrt herum darzustellen. Es scheint dann so, dass der Garten aus der Decke wächst anstatt wie gewohnt aus dem Boden.» Das Projekt sei eine Anlehnung an die Ausstellung von Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger im Tinguely Museum. Wyss ist sichtlich zufrieden mit der Arbeit der Kinder. «Sie machen das gut.»

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