Weissenstein
Gesperrte Passstrasse: Der Winter führt zu Verzögerungen auf der Kurhaus-Baustelle

Der Wintereinbruch auf dem Solothurner Hausberg hat die Verantwortlichen der Kurhaus-Baustelle im Zeitplan etwas zurückgeworfen. Derzeit können Arbeiter und Material nämlich nur mit der Seilbahn transportiert werden - und der viele Schnee verhindert einige Arbeiten. Trotzdem sollen im Sommer das umgebaute Kurhaus und der neugebaute Glaskubus eröffnet werden

Noëlle Karpf
Merken
Drucken
Teilen
Baustellenrundgang Kurhaus Weissenstein
26 Bilder
 Eine dicke Schneeschicht hat sich auf den Hausberg gelegt.
 Sie haben auf dem Berg das sagen: Hotel-Direktorin Andrea Schlumpf (in der Mitte) und Projektleiter Sebastian Wüthrich (rechts im Bild). An der Baustellenbesichtigung nahm zudem Jürgen Hofer teil - Direktor von Region Solothurn Tourismus (links im Bild).
 Jürgen Hofer, Direktor Region Solothurn Tourismus, auf dem Rundgang.
 Noch wirkt so einiges provisorisch und kahl auf der Baustelle.
 Zwischen 50 und 70 Bauarbeiter sind hier täglich am Werk.
 Der provisorische Pausenraum. Nach der Eröffnung können sich Mitarbeitende übrigens in Hotelzimmer zurückziehen - Personalzimmer wird es nämlich nicht geben.
 Derzeit sind Gipser am Werk; als Nächstes kommen noch Zimmermänner auf den Berg,
 Andrea Schlumpf, Direktorin des Hotelbetriebs.
 Sebastian Wüthrich, Projektleiter auf der Baustelle.
 Ein Blick durch die Abdeckung, des geplanten Panorama-Glaskubus. Bis dieser verglast werden kann, wird es wohl März.
 Die Anschlüsse für die Küche sind schon bereit (links an der Wand).
 Hier im Glaskubus muss noch einiges an Wasser und Matsch vom Boden gewischt und gesaugt werden.
 Die Bauarbeiter haben derzeit etwas verkürzte Arbeitstage: Die Seilbahn beginnt um 8.30 Uhr zu laufen - um 16.30 Uhr ist die letzte Talfahrt.
 Provisorisch dienen diese Holzlatten als Boden - dieser wird, genau wie die Wände, noch gemacht.
 Hier soll ein Hotelzimmer entstehen, das grösser ist als bisherige. Deshalb wurde die Wand in der Mitte, die einst zwei Hotelzimmer trennte, hinausgenommen. Was dazu führt, dass man hier noch ein Zimmer mit zwei unterschiedlichen Decken hat.
 Noch herrscht keine Seminar- oder Hotel-Stimmung im Kurhaus. Am 1. August soll aber alles fixfertig für die Eröffnung sein.
 Blick aus einem künftigen Hotelzimmer. Für die - etwas kleineren - Zimmer mit Ausblick ins Tal zahlen Gäste übrigens etwas mehr.
 Hier befindet sich die "Perle" des Hotels: Hier soll die Weissenstein-Suite entstehen; mit Badewanne und Dampfbad mitten im Zimmer.
 Projektleiter Sebastian Wüthrich hinter dem Hotel.
 Hier werden künftig Tische und Stühle gelagert. Bereits heute wird hier geheizt.
 Von der alten Tapete wird nichts übrig bleiben. Die Balken sollen zwar in den Hotelzimmer bleiben - Wände werden aber mit neuer Tapete verkleidet.
 Baustellenbesucher treffen auch noch vor dem Neubau auf eine Schnee- und Matschschicht.
 Wirkt noch etwas trostlos - soll im Sommer aber ein fixfertiges Hotelzimmer mit Blick ins Tal werden.
 Hier befinden wir uns im Kubus, der wohl im März noch verglast werden wird.
 Die Fenster sind mittlerweile alle montiert - ansonsten wäre es wohl ziemlich windig auf der Baustelle.

Baustellenrundgang Kurhaus Weissenstein

michelluethi.ch

Minustemperaturen und eine dicke Schneedecke – das sind derzeit die Bedingungen auf dem Solothurner Hausberg. Unter diesen arbeiten täglich zwischen 50 und 70 Arbeiter auf der Kurhaus-Baustelle. Das Kurhaus wird total umgebaut, daneben entsteht ein Neubau; ein Panorama-Glaskubus. Am 1. August soll eröffnet werden. «Es gibt jetzt kein Zurück mehr», so Projektleiter Sebastian Wüthrich und Hoteldirektorin Andrea Schlumpf bei einem Baustellenrundgang. Nach der Verzögerung bei den Baumeisterarbeiten von rund zwei Monaten habe sie der Schnee aber nochmals zurückgeworfen.

Verkürzte Arbeitstage

Die Passstrasse auf den Weissenstein ist gesperrt. Das freut Schneesportbegeisterte, die hinunterschlitteln können. Für die Baustelle bedeutet dies aber, dass Materialen und Arbeiter nur mit der Gondel transportiert werden können. Die Seilbahn beginnt um 8.30 Uhr zu laufen; letzte Talfahrt ist um 16.30 Uhr. Das führt zu verkürzten Arbeitstagen. Die ganz Fleissigen gehen dafür manchmal auch am Wochenende auf die Baustelle; dann herrscht ohnehin weniger Betrieb.

Unter der Woche trifft man im Kurhaus nämlich auf ordentlich Gewusel: Kabel hängen von der Decke und liegen auf dem Boden, dieser ist aktuell an einigen Stellen durch provisorische Holzbretter ersetzt, auf denen sich Arbeiter und Baustellenbesucher aneinander vorbeizwängen. Böden und Wände in den Hotelzimmern sind noch kahl. Denkt man sich aber Tapeten und Türen dazu, hat man schon eine vage Vorstellung, wie es in den über 50 Zimmern – das sind mehr als doppelt so viele wie bisher – aussehen könnte. So wird auch dem Ostflügel, wo sich einst das Weissenstein-Museum befand, neues Leben eingehaucht – unter Beibehaltung der alten Dachbalken und unter Einhaltung der aktuellen Brandschutzvorschriften.

Die Fenster sind alle montiert, so ziehe es etwas weniger auf der Baustelle, erklärt Wüthrich schmunzelnd. Warm ist es auch dank der letzten Herbst eingeweihten Holzschnitzelheizung beim Restaurant Sennhaus. So auch im Neubau. Mit dem Verglasen kann nicht wie geplant vor den Sportferien begonnen werden – derzeit dichten noch Stahl und Holz den Kubus ab. Auf dem Boden liegt eine wässrige Matschschicht – Überbleibsel vom Schnee – und es ist noch nicht ganz so warm wie im Kurhaus. Sobald das Wetter besser wird soll auch hier aber tatkräftig weitergearbeitet werden; ein Saal mit 400 Sitzplätzen und Terrasse entstehen.

Schön sei es ja, sagt Schlumpf mit Blick nach draussen. Ohne Schnee würde es aber etwas schneller vorwärts gehen auf der Baustelle. «Wir finden eine Lösung», so die Direktorin – damit im Juni die Schlüsselübergabe an die Hotelbetreiber stattfinden kann, die das Hotel dann noch einrichten müssen. Eine Option wären längere Öffnungszeiten der Seilbahn. Damit jetzt die Bauarbeiter und später die Hotelmitarbeitenden besser auf den Berg und wieder ins Tal kommen. Und was Wetter und Schnee angehen; diese Bedingungen könne man sich halt nicht aussuchen.