ProTell
Gesellschaft für ein freiheitliches Waffenrecht kämpft für den Gripen

Die Generalversammlung der Gesellschaft proTell in Olten stand ganz im Zeichen der Volksabstimmung über die Gripen-Beschaffung. Für die Gesellschaft ist klar: Die Schweiz braucht den Gripen um sich verteidigen zu können.

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Das Volk wird am 18. Mai über den Gripen abstimmen. (Symbolbild)

Das Volk wird am 18. Mai über den Gripen abstimmen. (Symbolbild)

Keystone

Traditionsgemäss hält proTell, die Gesellschaft für ein freiheitliches Waffenrecht, ihre Generalversammlung in Olten ab. Präsident und alt Nationalrat Willy Pfund (Dornach) konnte zum Rück- und Ausblick erneut zahlreiche Mitglieder willkommen heissen, darunter alt Korpskommandant Markus Gygax, ehemaliger Kommandant der Luftwaffe.

«Was tun wir für unsere Freiheit?»

Der Präsident erinnerte daran, dass Freiheit und Unabhängigkeit der Schweiz nicht in den Schoss gefallen seien. «Unsere direkte Demokratie ist ein einzigartiges gesellschaftliches und politisches System, um das man uns weltweit beneidet. Wir müssen uns fragen, was wir für die Erhaltung unserer Freiheit, Unabhängigkeit und Sicherheit tun müssen und zu tun bereit sind», so Pfund. «Wir brauchen zur Verteidigung dieser Eigenschaften eine glaubwürdige Milizarmee mit einer genügenden Ausrüstung. Dazu gehört eine einsatzbereite, leistungsfähige Luftwaffe.» proTell mit seinen 7449 Mitgliedern setzt sich überparteilich für ein freiheitliches Waffenrecht sowie gegen die Schwächung respektive Abschaffung der Schweizer Milizarmee ein.

Wehrpflicht klar bestätigt

Mit Genugtuung erinnerte Willy Pfund daran, dass die Volksinitiative «Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht» im letzten September mit 73,2 Nein-Stimmen klar abgelehnt wurde, wie schon sieben weitere, aus Sicht von proTell gegen die Milizarmee und ihre Einrichtungen gerichtete Angriffe in den letzten zwei Jahrzehnten.

Ein Thema im Jahresbericht war die Verschärfung des Waffenrechts. Der Missbrauch von Waffen könne auch durch zielgerichtete Einschränkungen nicht verhindert werden. «Im Gegenteil: Die bestehenden Vorschriften genügen», ist der Vorstand von proTell überzeugt.

Einsatz für ein Ja zum Gripen

Der Schwerpunkt liegt 2014 im Kampf für die Beschaffung des Gripen, worüber am 18. Mai das Stimmvolk entscheidet. Den Schlusspunkt setzte alt Korpskommandant Markus Gygax, von 2009 bis 2012 Kommandant der Schweizer Luftwaffe. Mit seiner Erfahrung als Pilot machte Gygax auf die Notwendigkeit einer Luftwaffe aufmerksam, und zwar zu Friedenszeiten wie in Konflikten. «Katastrophen sind nicht vorauszusagen, eine Luftpolizei ist nur durch die Luftwaffe gewährleistet, weshalb auch ein neutraler Staat bereit sein muss», rief Gygax in Erinnerung. Dies werde auch vom Ausland beobachtet. «Die Schweiz ist nur so sicher, wie ihr Umfeld stabil ist.»

Die Anschaffung der 22 Gripen sei keine finanz-, sondern eine sicherheitspolitische Frage. «Ohne Luftwaffe keine Armee mehr.» Und der Referent weiter: «Man soll die Zukunft nicht vorhersehen wollen, sondern sie möglich machen.» Markus Gygax qualifiziert den Gripen als ein hervorragendes Flugzeug, das den Ansprüchen der Schweizer Luftwaffe gerecht werde.