Der Verdacht auf eine Beteiligung am Raubüberfall und am Tötungsdelikt habe sich nicht erhärten lassen, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Auch mit "modernster Technik" hätten die "spärlich vorhandenen Spuren" keine Hinweise auf die Anwesenheit des Mannes zutage gefördert.

Der heute 42-jährige Kosovare galt als einer der Anführer der Schlafzimmerräuber-Bande, die zu Beginn der 90er-Jahre im Mittelland nachts in Wohnungen einstieg, ihre Opfer misshandelte und ausraubte.

Der Mann war bereits 1995 in Abwesenheit zu einer langjährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden. Das Urteil wurde aber nie rechtskräftig.

Anzeige wegen Mordes

Im Frühjahr 2010 war das Verfahren in verschiedenen Punkten wegen Verjährung eingestellt worden. Die Ermittlungen zum tödlichen Raubüberfall in Gerlafingen wurden aber weitergeführt - auch weil ein Angehöriger der getöteten Frau eine Anzeige wegen Mordes gegen den Verdächtigen eingereicht hatte.

Zurzeit befindet sich der Kosovare gestützt auf ein Gerichtsurteil des Kantons Thurgau wegen anderer Straftaten im Strafvollzug. Nach Verbüssung der Strafe wird er aus der Schweiz ausgewiesen.