SP-Parteitag
Generation 60+ will für SP Kanton Solothurn kandidieren

Die SP Kanton Solothurn will neben zwei regionalen Stammlisten mit einer «Liste 60+» an den Nationalratswahlen im nächsen Jahr antreten. Listenverbindungen stehen noch keine fest.

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Bea Heim sitzt seit 2003 im Nationalrat. Die 68-jährige hat nach eigenen Angaben keine Hinweise, dass man sie auf eine andere Liste abschieben wolle.

Bea Heim sitzt seit 2003 im Nationalrat. Die 68-jährige hat nach eigenen Angaben keine Hinweise, dass man sie auf eine andere Liste abschieben wolle.

Keystone

Die SP des Kantons Solothurn wird wieder mit zwei Listen in die Nationalratswahlen ziehen. Dies beschlossen gestern Abend die Delegierten der Partei in Zuchwil. Das Modell mit einer Nord-Ost- und einer Süd-West-Liste habe sich bei den letzten Wahlen bewährt, erklärte Parteipräsidentin Franziska Roth. Neu wird die SP aber zusätzlich auch noch mit einer «Liste 60+» antreten; möglicherweise gar mit deren zwei, so positiv seien die bisherigen Rückmeldungen. Auch die Juso werden mit eigenen Listen zu den Wahlen im Oktober 2015 antreten.

Auf welche Liste die 68-jährige Nationalrätin Bea Heim zur Wiederwahl antreten wird, ist gemäss Partei noch offen. Heim gehört seit 2003 dem Nationalrat an. Für die SP sitzt seit der Wahl 2011 auch der 47-jährige Philipp Hadorn im Nationalrat.

Heim hat nach eigenen Angaben keine Hinweise, dass man sie auf eine andere Liste abschieben wolle. Es sei für sie klar, dass sie auf der Hauptliste kandidieren werde, sagte Heim im Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF.

Über die Nomination der Kandierenden auf den Listen entscheidet der Parteitag im kommenden Frühling. Der Kanton Solothurn verfügt künftig im Nationalrat noch über sechs statt wie derzeit über sieben Sitze

Noch keine Entscheide hat die SP bezüglich Listenverbindungen getroffen. Mit den Grünen, dem am nächsten stehenden Partner, würden ernsthafte Gespräche geführt, erklärte Parteipräsidentin Roth. Auch mit der EVP und mit den Grünliberalen hätten Gespräche stattgefunden. Die Delegierten übertrugen Entscheide zu möglichen Listenverbindungen der Geschäftsleitung der Partei.

Zudem hat die SP Kanton Solothurn gestern Abend die Parolen für die kantonalen Abstimmungen am 30. November gefasst. Bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen die 83 Anwesenden ein deutliches Ja zum neuen Finanzausgleich. Mit ebenso deutlichem Mehr – es gab lediglich drei Enthaltungen, aber keine Gegenstimmen – sagten die Delegierten auch Ja zur Teilrevision des Energiegesetzes, dessen umstrittenster Punkt ein künftiges Verbot von Elektroheizungen ist. (lfh/sda)