Verkehrslösung im Thal

Gemeindevertreter machen Druck bei Kantonsräten

Modell der Verkehrsumfahrung Klus.

Modell der Verkehrsumfahrung Klus.

Die SP Kanton Solothurn will die Verkehrslösung für die Klus in Balsthal aus dem Regierungs-Legislaturplan kippen. Nun bittet das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal», diesen Planungsbeschluss abzulehnen.

Am kommenden Mittwoch versucht die SP im Kantonsrat, mit dem Antrag für einen Planungsbeschluss die Verkehrslösung für die Klus in Balsthal aus dem Legislaturplan der Regierung zu kippen.

Das Auflageprojekt zur Verkehrslösung Klus stosse auf breiten Widerstand in verschiedensten Kreisen und die Kosten von mehr als 65 Millionen für eine Strasse von 900 Metern seien (zu) gewaltig. Auch sei das vom Kanton prognostizierte jährliche Verkehrswachstum von 1,5 Prozent «komplett aus der Luft gegriffen».

Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal» gibt mit einem Schreiben an alle Kantonsrätinnen und Kantonsräte Gegensteuer: Man bitte sie dringend, diesen Planungsbeschluss abzulehnen. Im Komitee sind alle Thaler Gemeindepräsidenten vertreten. Dass es «breiten Widerstand» gegen das Projekt gibt, streiten sie in ihrem Brief ab. Vielmehr entspreche die Verkehrsanbindung Thal «einem enormen Bedürfnis der Thaler Bevölkerung und der Thaler Gemeinden». Nach jahrzehntelanger Diskussion, Planung und Entwicklung liege nun endlich ein Projekt vor, das dieses Bedürfnis «besser als jeder andere Vorschlag» abdecken könne.

Die Gemeindepräsidenten ziehen die Karte der interregionalen Solidarität. Die Verkehrsanbindung Thal sei weit mehr als 900 Meter Strasse, die Strasse durch die Klus sei die einzig relevante Erschliessung für die Thaler Bevölkerung zu den Arbeitsplatzgebieten am Jurasüdfuss und zum Intercity-Halt in Oensingen.

Vor diesem Hintergrund seien auch die Kosten des Projekts zu sehen. Die geschätzten 65 Millionen Franken würden denn nicht einfach für 900 Meter Strasse, sondern für die Mobilitätsbedürfnisse von 14'500 Thalerinnen und Thalern eingesetzt. Nach der Realisierung der Entlastung Olten und der Westumfahrung Solothurn sei nun die Realisierung des Thaler Projekts «mehr als angezeigt». Sie aus der Legislaturplanung zu streichen, würde man als «Votum gegen die Region» auffassen. (szr)

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