Sozialhilfemissbrauch

Gemeinden schnüren Massnahmenpaket

Die Gemeinden sagen dem Sozialhilfemissbrauch den Kampf an.

Die Gemeinden sagen dem Sozialhilfemissbrauch den Kampf an.

Der Vorstand des Verbands der Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) hat ein Reformpaket «gegen unrechtmässigen Leistungsbezug in der Sozialhilfe» abgesegnet.

Der Verbands-Vorstand stellt sich damit hinter den Massnahmenkatalog den eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Einwohnergemeindeverbands, der Sozialregionen und des Kantons in den letzten Monaten entwickelt hat (wir berichteten).

Der Katalog definiert zum einen Massnahmen, die in die Verantwortung des Kantons fallen. In der Pflicht stehen aber wesentlich auch die Gemeinden, die für die Organisation und die Finanzierung der Sozialhilfe zuständig sind.

Vonseiten der Gemeinden und der Sozialregionen werden in der nächsten Zeit vor allem fünf Massnahmen umgesetzt, wie aus einer Mitteilung des VSEG hervorgeht: Bei allen Sozialregionen soll ein einheitliches und verbindliches Konzept für Erstaufnahmen und die entsprechende Bedürfnisabklärung geschaffen werden. Weiter gehe es darum, bei allen Sozialregionen ein internes Kontrollsystem einzuführen. Verbesserungen im Kampf gegen den Sozialhilfemissbrauch erhoffen sich die Gemeinden auch von einem Ausbau des Informationsnetzwerkes. Zudem sollen Sozialarbeitende vermehrt «Hausbesuche» durchführen und sich dabei vergewissern, ob sich die finanziellen Verhältnisse der Sozialhilfebezüger verbessert – oder auch verschlechtert – haben. Und schliesslich gelte es, die Mitarbeitenden entsprechend zu schulen.(szr)

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