Gibt das Baudepartement zu viel Geld für Reinigungskräfte aus? Davon geht die Gempner SVP-Kantonrätin Jacqueline Ehrsam mit Blick auf die 81 Reinigungskräfte beim Kanton aus, die sich 21 Vollzeitstellen teilen. «Das Baudepartement soll sich aufs Kerngeschäft konzentrieren. Diese Arbeiten können von anderen besser und günstiger gemacht werden», plädierte sie gestern im Kantonsrat auf eine Auslagerung der Stellen.

Heute entscheidet der Kanton situativ: 27 kantonale Liegenschaften werden von eigenem Personal gereinigt, insbesondere wenn sensible Daten vorhanden sind. 20 werden von externen Firmen gereinigt. Mit ihrem Anliegen stiess Ehrsam im Rat kaum auf Gehör.

«Es geht um Respekt. Eine saubere Sache braucht einen fairen Preis», sagte SP-Sprecherin Franziska Roth (Solothurn). «Gemeinde, Kantone und Bund haben eine soziale Verantwortung.» «Mögliche Sparmassnahmen zulasten der Schwächeren zahlen wir im schlimmsten Fall in der Sozialhilfe wieder aus», wies CVP-Sprecher Peter Kyburz (Obergösgen) auf die Problematik zu tiefer Löhne im Reinigungsgewerbe hin. SP-Mann Thomas Marbet, der auch Oltner Stadtrat ist, sagte, es käme die Stadt günstiger, die Reinigung selber zu organisieren, «weil wir keinen Unternehmergewinn bezahlen müssen».

Baudirektor Roland Fürst wies darauf hin, dass sein Departement seit 2013 jährlich weniger Geld ausgegeben habe. (lfh)