Nationalbank
Geldsegen für den Kanton Solothurn – den Säckelmeister freuts

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) zahlt 1 Milliarde Franken an Bund und Kantone aus. Der Kanton Solothurn darf sich auf 21,54 Millionen freuen.

Drucken
Teilen
Vom ansteigenden Goldpreis profitiert auch der Kanton Solothurn

Vom ansteigenden Goldpreis profitiert auch der Kanton Solothurn

Keystone

Die Zentralbank ist dank dem Anstieg des Goldpreises und einem positiven Ergebnis bei den Fremdwährungspositionen wider Erwarten imstande, dem Bund und den Kantonen auch für das Jahr 2011 eine Gewinnausschüttung in der reduzierten Höhe von 1 Milliarde Franken zu entrichten.

Für den Kanton Solothurn bedeutet dies eine willkommene Entlastung des Staatshaushaltes um 21,54 Millionen Franken. Somit wird sich das budgetierte Ergebnis für 2012 um diesen Betrag verbessern. Im Finanzdepartement geht man nun von einem operativen Fehlbetrag von 89,03 Millionen Franken aus.

Wanner überrascht und erfreut

FDP-Regierungsrat Christian Wanner, Vorsteher des Finanzdepartements, zeigt sich überrascht und erfreut über die Ausschüttung der Nationalbank. Zwar erhielten die Kantone nicht so viel wie früher, aber immerhin gebe es einen Zustupf, sagte er.

Dennoch bedeute die geringere Ausschüttung einen Einschnitt für die Kantonsfinanzen. Der Kanton Solothurn erhalte beispielsweise anstatt 54 Millionen im vergangenen Jahr nur noch 21 Millionen Franken. Gleichzeitig müssten die Kantone aber grössere Belastungen wie die neue Spitalfinanzierung tragen.

Die Finanzdirektoren strebten daher eine baldige Erhöhung der Beiträge an Bund und Kantone an. «Wir werden alles daran setzen, dass wieder mehr ausgeschüttet wird», sagte Wanner, der die Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren präsidiert. Dies ist vorgesehen, wenn die Ausschüttungsreserven der Nationalbank wieder auf über 10 Milliarden steigen. Das erreichen sie mit dem Gewinn aus dem Geschäftsjahr 2011 allerdings noch nicht. (sda/mgt)

Aktuelle Nachrichten