Für die einen waren sie schon immer «Stromfresser», ein Verbot kommt da gerade recht. Andere sehen gerade darin einen schweren Eingriff in die Eigentumsrechte von Hausbesitzern. Elektroheizungen sollen im Kanton Solothurn verboten werden. So will es der Regierungsrat im Energiegesetz festschreiben. Anstoss zum Verbot hat ein 2012 eingereichter Vorstoss von SP-Kantonsrat Fabian Müller (Balsthal) gegeben. 

Der Kantonsrat hat der Gesetzesrevision zugestimmt – die nötige Zweidrittelmehrheit wurde jedoch nicht erreicht. Und deshalb wird am 30. November nun das Volk das letzte Wort haben.

Die Marschroute ist klar: Bestehende Elektroheizungen mit Wasserverteilsystem müssen bis Ende 2030 ersetzt werden. Ab 2015 ist der Einbau dieser Heizungen verboten. Das Verbot trifft zudem Elektroheizungen ohne Wasserverteilsystem, die bis 2030 ebenfalls verschwinden müssen.

Kantonsweit gibt es noch 5400 Elektroheizungen. Laut Bund sollen Elektroheizungen im Winter für bis zu 15 Prozent des Stromverbrauchs verantwortlich sein. Die Konferenz der Energiedirektoren fordert mit Mustervorschriften eine schweizweite Harmonisierung und ein Verbot von Elektroheizungen. An der Urne haben sich drei Kantone für ein Verbot ausgesprochen, während die Stimmbürger der Kantone Waadt und Freiburg ein solches abgelehnt haben. Und trotzdem könnte die Massnahme bald auf alle Kantone übergreifen: Der Nationalrat sprach sich dafür aus, bis 2025 sämtliche Elektroheizungen durch umweltfreundliche Heizsysteme zu ersetzen. (sva)