Die Medienkonferenz der Lehrplan-21-Befürworter sei «sehr entlarvend» gewesen, schreiben die Initianten des Begehrens «Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21». Vom ursprünglichen zentralen Argument, wonach der neue Lehrplan die Deutschschweizer Schulen harmonisieren solle, spreche das Pro-Komitee kaum. «Stattdessen macht man Werbung für die sogenannte ‹Kompetenzorientierung›.

Scheinbar hat sich das Projekt Lehrplan 21 derart verselbstständigt, dass es nicht mehr um den ursprünglichen Auftrag des Schweizervolks zur Harmonisierung geht, sondern um eine weitere Reform. Die Bildungsbürokratie lässt grüssen», unken die Gegner.

In deren Augen bringt der Lehrplan 21 «eben gerade keine Harmonisierung». Das grösste lehrplanbedingte Mobilitätshindernis in der Schweiz sei die Frage, welche Fremdsprache zuerst erlernt werde. Gerade in diesem Punkt werde aber «nicht harmonisiert, sondern die fehlende Kompatibilität noch zementiert».

Die Befürworter würden den Eindruck erwecken, dass es mit dem bisherigen Lehrplan nur um das «Büffeln» von Schulstoff gehe und dass die Kinder erst mit dem Lehrplan 21 endlich auch etwas können: «Das ist eine Karikatur dessen, was viele engagierte Lehrpersonen bisher geleistet haben.» Der Lehrplan 21 führe letztlich zum «Wechsel vom lehrerzentrierten zum schülerzentrierten Unterricht». Das Fazit der Lehrplan-Gegner: «Diese Art des Unterrichts ist eine Bildungsbremse. Er bringt am Ende nicht mehr, sondern weniger Kompetenz.» (szr)