Lehrplan 21
Gegen die SVP und für die Sexualkunde

Die Interessengruppe für eine vernünftige Sexualkunde ist erstaunt über die Kritik, die die SVP Kanton Solothurn am Lehrplan 21 übt.

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Sie SVP will keine Sexualkunde im Lehrplan verankert sehen (Archiv)

Sie SVP will keine Sexualkunde im Lehrplan verankert sehen (Archiv)

Keystone

Die IG begrüsst die sexualkundlichen Inhalte des Lehrplans 21. Sie besteht aus Mitgliedern von Jungen Grünen, Grünen, Juso, SP, Grünliberalen, CVP, BDP, FDP und SVP. «Der Sexualkundeunterricht funktioniert heute gut», sagt Christian Iten von der IG. «Untersuchungen zeigen, dass sich Jugendliche umso schlechter gegen HIV und Geschlechtskrankheiten schützen, je weiter die Schulzeit zurückliegt. Baut man die Sexualkunde jedoch ab, wird es prekär.»

«Dass das Thema Homosexualität erfolgreich in den Lehrplan 21 aufgenommen wurde, stimmt so nicht», schreibt die IG. Die einzige Erwähnung des Themas im Lehrplan sei gar absolut ungenügend. «Aufgrund der Beleidigungen und Diskriminierungen sind Suizidversuche bei jungen Schwulen bis zu fünfmal so häufig wie bei heterosexuellen Jugendlichen.»

Deshalb müssten Schüler darauf aufmerksam gemacht werden, keine homophoben Sprüche oder Witze zu machen. Das ist nur zu erreichen, wenn die Kinder und Jugendlichen Hetero-, Bi- und Homosexualität als gleichwertige Lebensformen akzeptieren. Völlig ausser Acht gelassen worden seien im Lehrplan 21 junge Transmenschen. (SZR)