Hotellerie

Gegen den Trend: Kanton Solothurn verzeichnet mehr Hotel-Übernachtungen

Insbesondere die Städte Olten, Solothurn und Grenchen haben zum guten Ergebnis beigetragen. (Archiv)

Insbesondere die Städte Olten, Solothurn und Grenchen haben zum guten Ergebnis beigetragen. (Archiv)

Entgegen dem nationalen Trend ist die Hotellerie im Kanton Solothurn gut ins 2016 gestartet: In den ersten vier Monaten stieg die Zahl der Übernachtungen gegenüber der Vorjahresperiode um vier Prozent auf rund 110'000.

Der Höhenflug des Solothurner Hotelgewerbes setzt sich fort: Die Zahl der Logiernächte im Kanton Solothurn ist in den ersten vier Monaten gegenüber der Vorjahresperiode um knapp 4 Prozent auf rund 110 000 gestiegen, wie das Bundesamt für Statistik auf Anfrage meldet. Damit entwickelt sich die Branche gegen den Trend auf nationaler Ebene.

Dort ist die Übernachtungszahl um 1,2 Prozent auf rund 11 Millionen gesunken. Schon seit Jahren ist diese gegenläufige Entwicklung zu beobachten. So nahm etwa 2015 die Zahl der Logiernächte in den Solothurner Hotels um 4,2 Prozent auf fast 400 000 zu, schweizweit dagegen gingen sie um 0,8 Prozent auf 35,6 Millionen zurück.

Olten und Solothurn sind top

Zum guten Ergebnis im laufenden Jahr haben alle drei Städte beigetragen. Geradezu explodiert sind die Übernachtungen in den Oltner Hotels. Nach Angaben der Bundesstatistiker stieg die Anzahl in den ersten vier Monaten um 39 Prozent auf 22 403. Damit kam die Dreitannenstadt nahe an die bislang unangefochtene Spitzenreiterin heran, die Stadt Solothurn.

Dort wurden mit 24 222 knapp 6 Prozent mehr Logiernächte gezählt. Auch Grenchen hielt sich mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 5818 Übernachtungen besser als der landesweite Durchschnitt. Von den grossen Destinationen im Kanton Solothurn musste einzig Egerkingen am Autobahnkreuz A1/A2 einen Rückgang verkraften. Das Minus betrug 11 Prozent auf 13 800 Logiernächte.

Hauptgrund für die insgesamt gute Entwicklung der Solothurner Hotellerie, insbesondere in den Städten, ist der überdurchschnittlich hohe Anteil des Geschäftstourismus mit teilweise über 80 Prozent. Dieser Bereich ist weniger preissensibel und ergo wirkt sich die Frankenstärke weniger gravierend aus.

Wie stark die Solothurner Top-Destinationen sind, zeigen die Zahlen von grössenmässig vergleichbaren Agglomerationszentren in den Nachbarkantonen. So zählte Aarau in den ersten vier Monaten mit rund 11 900 Logiernächten nicht mal die Hälfte der Übernachtungen in Solothurn. Auch Langenthal oder Burgdorf können da mit 6500 respektive 5300 Logiernächten nicht mithalten. Und Liestal brachte es auf 9000 Logiernächte.

Ein Drittel mehr in zehn Jahren

Auch im längerfristigen Vergleich ist der Kanton Solothurn auf der Überholspur. Während zwischen 2005 und 2015 landesweit die Logiernächtezahl um 9,6 Prozent gewachsen ist, betrug das Plus im Solothurnischen 32 Prozent.

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