Die Gebäudeversicherung soll noch effizienter und kundenfreundlicher werden. Zentral ist dabei beispielsweise die automatische Bauzeitversicherung: Sie ist für bewilligte Bauvorhaben nicht mehr von einer proaktiven Anmeldung zur Versicherung abhängig.

Eine weitere Neuerung: Da in der öffentlich-rechtlichen Gebäudeversicherung die Erfüllung der Prämienleistung stets mit der Rechnungsstellung gefordert wird, soll kongruenterweise auch die Fälligkeit der Prämienforderung auf diesen Zeitpunkt bestimmt werden, verbunden mit einer gesetzlichen Zahlungsfrist von 30 Tagen.

In diesem Zusammenhang wird auch die Regelung betreffend das bestehende gesetzliche Grundpfandrecht an die neuen Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches angepasst. Des Weiteren wird das Rückgriffsrecht um einen gesetzlichen Forderungsübergang erweitert, wonach die Gebäudeversicherung im Umfang und zum Zeitpunkt ihrer Leistungen in die Rechte der versicherten Person eintritt.

Die Aufhebung der Schätzungskommissionen der Amteien gestalte sich komplexer als erwartet, schreibt der Regierungsrat. Daher soll eine spätere Totalrevision des Gebäudeversicherungsgesetzes thematisiert und politisch breiter abgestützt werden. (szr)