Gastgewerbe
GastroSolothurn will sich für bessere Rahmenbedingungen politisch engagieren

Der Verband GastroSolothurn will sich mit einer parlamentarischen Gruppe verstärkt in die politischen Prozesse im Kanton einbringen. Dies kündigte Präsident Peter Oesch an der Delegiertenversammlung in Balsthal an.

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Der Vorstand von GastroSolothurn (v.l.) Peter Bader, Peter Oesch, Daniel Furer, Urs Schindler, Bernadette Rickenbacher und Benvenuto Savoldelli. (Symbolbild)

Der Vorstand von GastroSolothurn (v.l.) Peter Bader, Peter Oesch, Daniel Furer, Urs Schindler, Bernadette Rickenbacher und Benvenuto Savoldelli. (Symbolbild)

Zur Verfügung gestellt

In seinen mündlichen Ergänzungen zum Jahresbericht bestätigte GastroSolothurn-Präsident Peter Oesch, dass sich die Lage des Schweizer Gastgewerbes insgesamt verbessert habe. Allerdings brauche es nach wie vor «bessere Rahmenbedingungen», sagte Oesch mit Blick auf zwei aktuelle Geschäfte: die «Fair-Preis-Initiative» sowie die Stellenmeldepflicht im Rahmen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative.

Während sich bei der «Fair-Preis-Initiative», die vom Gastgewerbe mitgetragen wird, mit einem indirekten Gegenvorschlag des Bundesrates eine Verbesserung bei den hohen Beschaffungskosten abzeichne, bleibe die Stellenmeldepflicht eine Knacknuss, erläuterte Oesch.

Weil der Bund für die Küchenarbeit nur die Berufsart «Küchenpersonal» vorgesehen hat, werde die Lage «massiv verzerrt», klagte Oesch und verlangte Nachbesserungen. Ohnehin werde sich das solothurnische Gastgewerbe künftig politisch vermehrt einbringen, stellte Oesch in Aussicht: GastroSolothurn plane im Kanton eine parlamentarische Gruppe Gastgewerbe, um besser auf die politischen Prozesse einwirken zu können.

Zwei Ehrenmitglieder gewürdigt

Beim Jahresbericht wie auch bei den anderen Traktanden entlasteten die Delegierten den Vorstand, und auch die Wahlen gingen glatt über die Bühne. Zum einen schickten die Delegierten Bernadette Rickenbacher einstimmig als Nachfolgerin von Ueli Gagg neu in den Vorstand von GastroSolothurn.

Zum anderen wählte die Versammlung zwei Ehrenmitglieder: Max Eichmann, mit seiner Frau Anita über Jahre ein herausragender Gastgeber und Kochkünstler, sowie Peter Weber, mit seiner Frau Edith Gastgeber im Landgasthof Kreuz Kappel, langjähriger Präsident der regionalen Sektion von Thal-Gäu und einer der Initianten des kantonalen Ausbildungszentrums für das Gastgewerbe in Olten.

Gäste der Delegiertenversammlung waren Kantonsratspräsident Urs Ackermann, Regierungsrätin Brigitte Wyss sowie die drei Nationalräte Kurt Fluri, Christian Imark und Walter Wobmann. Die Grüsse des nationalen Dachverbandes GastroSuisse mit Sitz in Zürich überbrachte Walter Höhener, Gastgeber im appenzellischen Urnäsch und Schweizer Vorstandsmitglied.

Er informierte über die verschiedenen Dossiers von GastroSuisse. Zwar gehe es dem Schweizer Gastgewerbe wieder besser, meinte Höhener zusammenfassend, «aber die letzten Jahre haben viel Substanz gekostet». (mgt)