Zusammenarbeit

GAG und soH kooperieren in der Langzeitpflege

Die GAG und die soH im Einzugsgebiet des Kantonsspitals Olten kooperieren in der Langzeitpflege.

Die GAG und die soH im Einzugsgebiet des Kantonsspitals Olten kooperieren in der Langzeitpflege.

Die Betreuung von Patientinnen und Patienten wird schrittweise von Pflegeheimen übernommen. Im Einzugsgebiet des Kantonsspitals Olten haben die GAG und soH nun eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Die Betreuung von Patientinnen und Patienten, die nach dem Aufenthalt im Akutspital auf einen Platz in einem Pflegeheim warten, wird schrittweise von Pflegeheimen in der Region übernommen. Im Einzugsgebiet des Kantonsspitals Olten haben die Solothurner Spitäler (soH) eine Kooperationsvereinbarung mit der GAG Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu in Egerkingen abgeschlossen, so die soH in einer Medienmitteilung.

Es kommt vor, dass bei betagten Patienten im Akutspital klar wird, dass die Pflege nicht mehr
zu Hause gewährleistet werden kann. Diese Patienten sind auf kontinuierliche Pflege angewiesen.

Da der entsprechende Platz im Pflegeheim nicht immer sofort zur Verfügung steht, wurden
die Patienten bisher im Spital auf sogenannten Langzeitpflegestationen betreut («Passerelle-
Betten»). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten auf diesen Übergangsstationen
der soH Spitäler beträgt 22 Tage.

Nachdem für die Langzeitpflege-Betten im Bürgerspital Solothurn bereits im März eine Lösung
gefunden werden konnte, hat die soH mit dem GAG Genossenschaft für Altersbetreuung und
Pflege Gäu nun auch einen Partner in der Region Olten-Gösgen-Gäu gefunden.

Die GAG wird gestaffelt bis Ende 2016 pilotweise 14 «Passerelle-Betten» der soH übernehmen, die das Heim zusätzlich zu seinen 151 Betten anbieten wird. Diese werden in eine bestehende Abteilung in frei gewordene Mietwohnungen im Erdgeschoss und im vierten Obergeschoss im Sunnepark Egerkingen integriert. Die ersten Patienten werden ab 1. September 2016 verlegt.

Bis Mitte 2017 wird die GAG-Leitung dann entscheiden, ob das Heim auch die restlichen sechs Betten (inklusive Akut- und Übergangspflege) von der soH übernehmen wird. Diese werden bis dahin übergangsweise in eine akutgeriatrische Abteilung im Kantonsspital Olten integriert.

Das auf die kantonale Pflegeheimstrategie des Amts für soziale Sicherheit (ASO) abgestimmte Vertragsmodell sieht vor, dass die soH mindestens bis Ende 2020 den Leistungsauftrag für die Langzeitpflege im Sinne einer Passerelle zwischen Akutspital und definitivem Platz in einem Pflegeheim behält, jedoch dafür geeignete Heime mit der Bereitstellung der Betten beauftragt. Damit würden die Patienten in der für ihren Gesundheitszustand am besten geeigneten Institution weitergepflegt.

Langzeitpflege-Patienten benötigen eine andere Art von Pflege als Patienten, die zum Beispiel aufgrund eines chirurgischen Eingriffs oder einer Infektion stationär hospitalisiert sind. Die Mitarbeitenden von Pflegeheimen sind umfassend auf diese Art von Betreuung und Pflege ausgerichtet.

Durch die enge, in der Vorbereitungsphase gut geplante Zusammenarbeit zwischen der soH und der GAG soll gewährleistet werden, dass sämtliche Pflegeinformationen vom Spital auf die Mitarbeitenden im Sunnepark übergehen und Ärzte der soH bei Bedarf für Patientenbesuche (Konsilien) im Heim zur Verfügung steht. Das ASO hat den Vertrag zwischen der GAG und der soH genehmigt. Die soH werde möglichst viele Mitarbeitende intern weiter beschäftigen und ihnen bei Bedarf eine Umschulung für die Akutpflege ermöglichen. Ein Teil der Mitarbeitenden werde im Übrigen in die GAG wechseln. (mgt)

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