Die beiden Raser Vedran B. und Cemal A. waren in mitverantwortlich für den Raserunfall von Schönenwerd: In der Nacht des 8. November 2008 starb  die 21-jährige Lorena starb. Der Hauptschuldige Nekti T. musste am Montag ins Gefängnis Solothurn einrücken (wir berichteten).

Vom Gericht haben die beiden 22-Jährigen eine einjährige Freiheitsstrafe aufgebrummt bekommen - ins Gefängnis müssen sie aber nicht. Sie können ihre Strafe zu Hause absitzen, weil sie elektronische Fussfesseln erhalten. Danach beginnt noch eine zweijährige Bewährungsfrist.

Politiker hat kein Verständnis für Fussfessel-Strafe

Der SVP-Kantonsrat Walter Gurtner kann das nicht nachvollziehen. «So können sie ihr einfach ihr gewohntes Leben weiterführen. Sie haben ihre Annehmlichkeiten, und das kann es ja wohl nicht sein», sagt er gegenüber Tele M1. Schliesslich ist wegen ihres Verhaltens eine junge Frau gestorben.

Fussfesseln statt Gefängnis für die Schönenwerder Todes-Raser.

Fussfesseln statt Gefängnis für die Schönenwerder Todes-Raser.

Alle erdenklichen Annehmlichkeiten können die beiden allerdings nicht geniessen. Alain Hofer vom Amt für Justizvollzug erklärt: «Nichts mit Feierabendbier, nichts mit Ausgang oder Vereinsaktivitäten, sonst wird sofort Alarm ausgelöst.»

Der Sinn der Fussfesseln

Doch was ist der Sinn der elektronischen Fussfesseln? Dank ihnen, so das Amt für Justizvollzug, könnten Sozialfälle verhindert und Kosten gespart werden. Zudem seien die Regeln für den Hausarrest streng. «Bei einem gröberen Vergehen hat das Konsequenzen», sagt Hofer. Dann ginge es nämlich doch noch ins Gefängnis - ohne Fussfesseln. (pz)