2015 soll in Solothurn, Biberist, Luterbach, Zuchwil und Derendingen über das grösste Fusionsprojekt im Kanton abgestimmt werden. Kommt die Fusion zustande, hätten die Gemeinden bis am Mittwoch auf einen Zustupf von 2,3 Millionen Franken hoffen können. Doch daraus wird nichts.

Ironie dieser Geschichte: Kuno Tschumi (FDP), der als Kommissionssprecher für ein Ja zur Vorlage warb, zählt als Derendinger Gemeindepräsident zu den Opfern der Streichung. Er sagte denn auch: «Die Beiträge sind nicht nur ein Zückerchen, sondern eine Tüte Zucker.» Als Liberaler sei für ihn ein ausgeglichener Staatshaushalt aber ebenso wichtig, betonte Tschumi im Gespräch.

Die Beiträge für Gemeindefusionen standen im vergangenen Jahr auch im Kanton Bern zur Debatte. Hier hat der Grosse Rat jedoch beschlossen, diese nicht zu streichen – trotz der ebenfalls angespannten Finanzlage. (sva)