Staatspersonal
Für Verband der Polizeibeamten ist Lohnerhöhung um 1 Prozent «knausrig»

Der Vorstand des Verbandes Solothurnisch-Kantonaler Polizeibeamter hat enttäuscht davon Kenntnis genommen, dass die Grundlöhne des Staatspersonals 2019 nur um 1 Prozent erhöht werden sollen.

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Die Polizist erhalten wie alle anderen beim Staat Angestellten, aufs nächste Jahr ein Prozent mehr Lohn.

Die Polizist erhalten wie alle anderen beim Staat Angestellten, aufs nächste Jahr ein Prozent mehr Lohn.

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1 Prozent mehr Lohn erhält das Solothurner Staatspersonal ab 2019. Der Vorstand des Verbandes Solothurnisch-Kantonaler Polizeibeamter (VSKPB) erachtet das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Personalverbänden und Regierungsrat «als ungenügend und ausgesprochen knausrig», heisst es in einer Mitteilung. Der Verband war an den Verhandlungen nicht beteiligt. Er wird bei Lohnverhandlungen jeweils vom Staatspersonalverband vertreten.

Nachdem seit 2012 keinerlei Lohnerhöhungen gewährt worden sind und die Personalverbände während drei Jahren sogar freiwillig und von sich aus auf Lohnforderungen verzichtet haben, hätten die Polizistinnen und Polizisten ein deutlich grosszügigeres Angebot der Regierung erwartet, heisst es weiter.

«Dem Vernehmen nach soll die Regierung in einer ersten Verhandlungsrunde allen Ernstes ein noch deutlich tieferes Angebot gemacht haben», schreibt der Vorstand. Es sei deshalb ausschliesslich der Hartnäckigkeit der Personalverbände und insbesondere des Staatspersonalverbandes zu verdanken, dass am Schluss «immerhin ein einziges, mickriges Lohnprozent» erreicht werden konnte. Dabei sollen die weiteren Verhandlungen unter der regierungsrätlichen Drohung einer weiteren Nullrunde gestanden haben.

Angesichts der immer herausfordernderen und gefährlicheren Polizeiarbeit seien die Polizistinnen und Polizisten vom Verhandlungsergebnis enttäuscht. «Sie finden, die Geduld und der Langmut des Staatspersonals sei von der Regierung nach sechs Jahren Nullrunden ungenügend honoriert worden», schliesst der Vorstand. Die Stimmung im Korps sei gesunken, die Erwartungen für die Zukunft aber gestiegen. (mgt)

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