Kanton Solothurn
«Für unsere Kinder»: Umweltverbände sind für das Energiegesetz

Eine Allianz von neun Umweltverbänden sagt Ja zu der umstrittenen Teilrevision des kantonalen Energiegesetzes und zwar «aus Verantwortung für unsere Kinder».

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Auch die Energieversorger selber setzen auf «Erneuerbare» Photovoltaikanlage auf dem Dach der Regio Energie in Solothurn.

Auch die Energieversorger selber setzen auf «Erneuerbare» Photovoltaikanlage auf dem Dach der Regio Energie in Solothurn.

Andreas Kaufmann

Eine Allianz von neun Umweltverbänden macht sich für die Teilrevision des kantonalen Energiegesetzes stark, über die am 10. Juni abgestimmt wird. Sie sei «ein wichtiger Schritt in Richtung Energiewende». Das Ja zum aktualisierten Energiegesetz sei ein Ja für die Umwelt und das Klima und ein Ja aus Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder.

Die Klimaerwärmung sei eine Tatsache und habe Konsequenzen für uns alle, halten die Umweltorganisationen in einer gemeinsamen Mitteilung fest. Der Allianz gehören folgende Organisationen an: WWF, Pro Natura, Verkehrs-Club der Schweiz, 2000-Watt-Region Solothurn, Solothurner Fischereiverband, Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, BirdLife und Bioterra.

Um die Bedrohung ganzer Ökosysteme und die Vernichtung unserer Lebensgrundlage abzuwenden, müsse man sich jetzt für eine erneuerbare und nachhaltige Energiezukunft entscheiden. Dazu brauche es einfach umsetzbare, aber griffige Massnahmen, damit alle ihren Beitrag leisten. Das Solothurner Energiegesetz beurteilen die Umweltverbände dabei als «moderaten, breit abgestützten Energie-Kompromiss für einen pragmatischen Weg» dazu.
Die Kantone sind zuständig für die Energiegesetzgebung im Gebäudebereich.

Handlungsbedarf und ein grosses Einsparungspotenziel sehen die Umweltorganisationen vor allem bei älteren, energetisch noch unsanierten Gebäuden, wo der Energieverbrauch nicht selten bei einem Mehrfachen von dem in Neubauten liege. Eingriffe in diesen Bereich sind denn allerdings auch die umstrittensten Punkte im revidierten Energiegesetz. So ist es den Gegnern etwa ein Dorn im Auge, dass zum Beispiel alte Ölheizungen nicht ohne weiteres ohne weitere energetische Sanierungsmassnahmen durch Ölheizungen ersetzt werden dürfen. (szr)

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