Zuchwil
Für Kebag-Neubau muss Zonenplan geändert werden – Unterlagen liegen auf

Die Kehrichtverbrennungsanlage in Zuchwil ist 40-jährig. Nun soll sie durch einen Neubau ersetzt werden. Voraussetzung dafür sind Anpassungen im Zonenplan. Diese liegen nun öffentlich auf.

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So soll die neue Anlage Kebag Enova aussehen.

So soll die neue Anlage Kebag Enova aussehen.

zvg

Die Kehrichtverbrennungsanlage Kebag im Emmenspitz Zuchwil soll durch einen Neubau ersetzt werden. Das Alter der bestehenden Anlage sowie die technischen Fortschritte machen einen Ersatz notwendig.

Die Anlage verwertet im Jahr 221‘000 Tonnen Abfall aus 188 Gemeinden der Kantone Solothurn und Bern. Die neue Anlage Kebag Enova ist unmittelbar südlich der bestehenden Kebag geplant. Zusätzlich wird die bestehende Abwasserreinigungsanlage ARA Emmenspitz um eine vierte Reinigungsstufe erweitert.

In der Kebag Zuchwil wird Abfall zu Geld gemacht Wie ein Fluss aus Abfall strömt der Müll durch den Betonbunker der Kebag. Mit der Greifzange werden die vier Öfen gefüttert. Wer die Halle betritt, bekommt eine Gesichtsmaske.
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In der Kebag Zuchwil wird Abfall zu Geld gemacht
Hunderte von Rädchen müssen gedreht werden, damit in der Kebag alles rund läuft.
Im Kommandoraum wird der gesamte Verbrennungsprozess gesteuert und überwacht.
Schichtführer Peter Meier wirft einen Blick in den Ofen. Vier Verbrennungslinien gibt es in der Kebag.
An den Pforten sorgen die Lastwagen stets für Nachschub an Abfall.
Kebag-Direktor Markus Juchli trennt den Müll privat und geschäftlich.

In der Kebag Zuchwil wird Abfall zu Geld gemacht Wie ein Fluss aus Abfall strömt der Müll durch den Betonbunker der Kebag. Mit der Greifzange werden die vier Öfen gefüttert. Wer die Halle betritt, bekommt eine Gesichtsmaske.

Hanspeter Bärtschi

Die Vorhaben bedingen eine Anpassung des Zonenplans, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst. Zudem soll ein Gestaltungsplan erlassen werden, der Vorgaben für die Bauprojekte macht.

Für das Projekt Kebag Enova muss wegen der jährlichen Abfallmenge eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht werden. Des Weiteren sind Rodungen vorgesehen. Der Standort der Anlage wird zudem im kantonalen Richtplan festgesetzt.

Ab Montag, 23. Januar 2017 liegen die kantonale Nutzungsplanung sowie die Richtplananpassung für 30 Tage öffentlich auf. Die Unterlagen können im Amt für Raumplanung oder auf der Gemeindeverwaltung Zuchwil eingesehen werden. (sks)