Bohrungen
Für Erdwärmesonden werden Auflagen gelockert

Das Amt für Umwelt hat entschieden, die Bewilligungspraxis für Erdwärmesonden liberaler zu gestalten. Dabei stützt es sich auf die Vorgaben des Bundes. Ab sofort sind in gewissen Regionen auch Bohrungen in Grundwassergebieten zugelassen.

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Das Amt für Umwelt will im Kanton Erdwärmesonden einfacher bewilligen (Archiv)

Das Amt für Umwelt will im Kanton Erdwärmesonden einfacher bewilligen (Archiv)

Keystone

Bis vor kurzem waren Bohrungen für Erdwärmesonden in Gebieten mit nutzbaren Grundwasservorkommen generell untersagt. Doch neu können auch in Gebieten mit nutzbaren Lockergesteins-Grundwasservorkommen Erdwärmesonden erstellt werden. Mit welchen Auflagen wird in der neuen Vollzugshilfe «Wärmenutzung aus Boden und Untergrund» des Bundesamts für Umwelt (BAFU) aufgezeigt.

Im Kanton Solothurn erteilt das Amt für Umwelt (AfU) die gewässerschutzrechtlichen Bewilligungen für Erdwärmesonden. Im Hinblick auf den hohen Stellenwert der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen (wie auch die Erdwärme) für den Schutz der Umwelt hat das (AfU) die Situation neu beurteilt.

Wasseramt und Witi

Wie in einer Mitteilung vom Donnerstag steht, können «gestützt auf die vorhandenen geologischen und hydrogeologischen Grundlagen innerhalb des Siedlungsgebiets ab sofort im Wasseramt und in der Witi zwischen Solothurn und Grenchen Erdwärmesonden erstellt werden.»

Diese Öffnung bedinge jedoch neue Auflagen zum Schutze des Grundwassers, wie zum Beispiel eine Einschränkung der erlaubten Wärmeträgerflüssigkeiten.

Weitere Gebiete könnten dazu stossen

Weiterhin nicht erlaubt sind Erdwärmesonden in Grundwasserschutzzonen und -schutzarealen. Zudem ist es nicht erlaubt, wasserführende Karst- oder Kluft-grundwasserleiter, artesisch gespanntes Grundwasser oder quellfähige Gesteine anzubohren sowie mittels der Bohrung Grundwasserstockwerke zu verbinden.

Da noch nicht in allen Gebieten die notwendigen Entscheidungsgrundlagen vorliegen, lässt das AfU zurzeit den Untergrund südlich des Jurasüdfusses modellieren. Damit können ab 2013 eventuell auch weitere Gebiete zwischen Oensingen und Schönenwerd für die Nutzung mit Erdwärmesonden freigegeben werden. Der nördliche Kantonsteil wird zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet werden. (ldu/mgt)

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