Kantonsrat

Funknetz Polycom wird im Kanton Solothurn am Leben erhalten

Ein Polycom-Funkmast auf dem Hellchöpfli und ein Funk.

Ein Polycom-Funkmast auf dem Hellchöpfli und ein Funk.

Der Solothurner Teil des nationalen Sicherheitsfunksystems Polycom wird mit einem Aufwand von rund vier Millionen Franken weiterhin am Leben erhalten. Dies beschloss der Solothurner Kantonsrat am Mittwoch oppositionslos mit 94 zu 0 Stimmen.

Es gehe vor allem um die Umstellung von analoger auf digitale Technik, sagte Kommissionssprecher Urs Huber (SP). Gesamthaft koste der Umbau schweizweit 500 Millionen. Die Umrüstung müsse bis 2025 abgeschlossen sein. Die Vorlage sei "alternativlos".

Polycom ist das schweizweite Sicherheitsfunksystem der Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit. Es ermöglicht den Funkkontakt zwischen Grenzwacht, Polizei, Feuerwehr, Sanität, Zivilschutz, Nationalstrassenunterhalt und Verbänden der Armee.

Der Kanton Solothurn hatte Polycom 2008 als einer der ersten Kantone eingeführt. Seit der Inbetriebnahme des letzten kantonalen Teilnetzes 2015 ist Polycom in der Schweiz flächendeckend vorhanden. Es besteht aus rund 750 Basisstationen in Form von Antennen, die mit den Endgeräten, sprich Funkgeräten, kommunizieren. Es hat heute gesamthaft mehr als 55'000 Nutzer.

Die Solothurner Polizei betreibt 19 Basisstationen mit rund 1'200 Endgeräten. Um den Weiterbetrieb bis zum vorgesehenen Ende des Lebenszyklus' im Jahr 2035 zu garantieren, sind werterhaltende Massnahmen notwendig, für die das Solothurner Kantonsparlament den notwendigen Kredit sprach.

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