Raser von Schönenwerd
Fünf Jahre nach tödlichem Unfall: Jetzt sitzt Nekti T. im Gefängnis

Nekti T. fuhr vor fünf Jahren beim Rennen in Schönenwerd mit, bei dem Lorena zu Tode kam. Am Montag musste er ins Gefängnis in Solothurn einrücken. Die Nerven liegen bei seiner Familie blank: Nekti's Vater wollte gar auf einen Tele M1 Reporter los.

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Nekti T.

Nekti T.

Tele M1

Die Strassenopferstiftung Roadcross sprach von einem Skandal: Trotz rechtskräftigem Urteil lebte der «Todesraser von Schönenwerd» seit Monaten auf freiem Fuss.

Am Montagmorgen nun musste der heute 23-jährige Grieche seine sechsjährige Haftstrafe antreten, wie Tele M1 berichtet. Die Solothurner Behörden hatten als Grund für den verspäteten Haftantritt angegeben, die Vollzugsmodalitäten seien nicht geklärt gewesen.

Mit 100 Stundenkilometern war Nekti T. im November 2008 in Richtung Schönenwerd geblocht. Er verursachte einen Unfall, bei dem die 21-jährige Lorena starb.

Die beiden Mittäter Vedran B. und Jamal A., mit denen er sich das Duell lieferte, müssen nicht einsitzen: Sie können ihre zwölfmonatige Freiheitsstrafe mit der Fussfessel zuhause verbringen, wie Alain Hofer, Leiter Straf- und Massnahmenvollzug, gegenüber Tele M1 angab. «Im Zusammenhang mit kürzeren Freiheitsstrafen ist es das Ziel, die Leute nicht aus dem sozialen Umfeld heraus zu reissen», sagt Hofer. Damit schaffe man keine Sozialfälle.

Diese Variante ist bei einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr möglich. Zudem kostet sie den Steuerzahler am wenigsten. (SZR)