Deitingen

Fürs Bundesasylzentrum wird noch ein Hausarzt gesucht

Der Bau des Bundesasylzentrums im Deitinger Schachen geht der Vollendung entgegen. Der Betrieb soll im Herbst aufgenommen werden. Was das Personal betrifft: Es fehlt noch ein Hausarzt.

Die Bauarbeiten am neuen Bundesasylzentrum für abgewiesene Asylsuchende im Deitinger Schachen schreiten gut voran. Der Ausbau läuft auf Hochtouren und die Personalrekrutierung steht – mit einer gewichtigen Ausnahme – kurz vor dem Abschluss.

Wann genau die Inbetriebnahme erfolgt und wann die vorgängig geplanten «Tage der offenen Türe» für die Bevölkerung stattfinden, wird noch nicht kommuniziert: «Beide Termine werden noch angekündigt», heisst es auf Anfrage beim zuständigen Staatssekretariat für Migration (SEM) in Bern. «Sicher im Herbst dieses Jahres», wiederholt SEM-Mediensprecher Lukas Rieder die seit Monaten gleiche Antwort auf entsprechende Anfragen.

Derzeit an Innenausbau und Möblierung

Immerhin: Die gewichtigsten Arbeiten sind offensichtlich geleistet, wie ein Blick von aussen zeigt. «Derzeit erfolgen die Fertigstellungsarbeiten für den Innenausbau und die Möblierung», schildert Mediensprecher Rieder den Stand der Dinge. Noch anstehend seien die Instandstellung der Zufahrtsstrasse, die Ausführung der allgemeinen Umgebungsarbeiten sowie die abschliessende Baureinigung.

Am ursprünglichen Raumprogramm und an den Dimensionierungen sind gemäss Rieder keine Modifikationen vorgenommen worden. Das Bundesasylzentrum beinhalte die bereits ursprünglich geplanten 250 Unterbringungsplätze und die dafür nötige Infrastruktur.

Betreuung durch ORS-Personal

«Die Personalrekrutierung steht kurz vor dem Abschluss», ist von Mediensprecher Rieder weiter zu erfahren; konkret gesucht werde aber noch ein Hausarzt für die Betreuung von Krankheitsfällen. Seitens des Staatssekretariates für Migration werde eine Person teilzeitig mit der sogenannten Objektverantwortung betraut sein. Mitarbeiter der Firma ORS sollen laut Rieder die eigentliche Betreuung von Asylsuchenden gewährleisten. Das spezialisierte Unternehmen ORS betreibt im Solothurnischen auch die Asylzentren des Kantons.

Die Anzahl der Betreuer wurde laut Rieder «den gegenwärtig tiefen Asylgesuchs-Eingängen angepasst». Konkret heisst das (umgerechnet auf Vollzeitarbeitsplätze): 11,55 Personen in der Betreuung und 1,8 Stellen Pflegefachpersonal. Dazu kommt das Sicherheitspersonal, das von der Firma Securitas gestellt werden soll. Angaben zur Anzahl der Sicherheitskräfte macht das SEM laut Rieder «aus Sicherheitsgründen nicht».

Autor

Urs Mathys

Urs Mathys

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