In den nächsten 20 Jahren soll der Streckenabschnitt der Dünnern zwischen Oensingen und Oberbuchsiten revitalisiert werden. Das sieht der Kanton in der strategischen Gewässerplanung vor. 

«Damit nimmt er seine Aufgabe und Verantwortung wahr und nimmt den Vollzug des Gewässerschutzgesetzes ernst», schreiben die Solothurner Umweltverbände in einem Communiqué. Sie unterstützen die Bestrebungen des Kantons zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Revitalisierung der Dünnern. «Im Abschnitt Oensingen bis Oberbuchsiten ist der Fluss durchgehend kanalisiert, hart verbaut und kann seine ökologische Funktion nicht wahrnehmen.»

Die ökologischen Defizite seien im Gäu nicht nur an der Dünnern gross und der Handlungsbedarf zur Aufwertung der Landschaft und Natur entsprechend hoch. «Der Verlust von Kulturland durch den Ausbau der Autobahn und die Logistikzentren und Industriebauten ist ein Vielfaches höher als der Raumbedarf, welcher der Dünnern für den Hochwasserschutz und die Revitalisierung zugestanden werden muss», heisst es.

«Die Biodiversität wird durch die Revitalisierung erhöht und wirkt sich stabilisierend auf das Ökosystem aus, was auch der Landwirtschaft zugutekommt», so die Verbände.

«Die Biodiversität wird durch die Revitalisierung erhöht und wirkt sich stabilisierend auf das Ökosystem aus, was auch der Landwirtschaft zugutekommt», so die Verbände.

Ein ökologisch wertvolles Gewässer mit vielfältigem natürlichem Gewässerraum sei zudem für alle von grossem Nutzen. Die Biodiversität werde erhöht und wirke sich stabilisierend auf das Ökosystem aus, was auch der Landwirtschaft zugutekommt. «Ein neuer Erholungsraum für die Menschen entsteht durch vielfältige Lebensräume und die aufgewertete Landschaft.»

Momentan läuft die Detailplanung zum 6-Spur-Ausbau der A1 Luterbach Härkingen und die dazu gehörige landwirtschaftliche Planung ist im Gang. «Der Zeitpunkt für den Hochwasserschutz und die Revitalisierung der Dünnern in diesem Bereich ist somit richtig gewählt, da die Projekte miteinander koordiniert und Synergien genutzt werden können», schreiben die Umweltverbände. Sie beurteilen die Planung als wichtigen und richtigen Schritt und empfehlen die Chance zu nutzen um die Gefahren des Hochwassers zu minimieren und die ökologischen Defizite im Gäu für Mensch und Natur wenigstens im Bereich der Dünnern schrittweise zu verringern. (mgt/ldu)