Berechnung

Für Solothurner sinkt die mittlere Prämie – alle Krankenkassen in der Übersicht

Der Kanton Solothurn liegt unter dem Schweizer Durchschnitt von 0,2 Prozent.

Der Kanton Solothurn liegt unter dem Schweizer Durchschnitt von 0,2 Prozent.

Im Kanton Solothurn sinkt die mittlere Krankenkassenprämie für alle Versicherten 2020 im Vergleich zum laufenden Jahr um durchschnittlich 0,3 Prozent.

Für einmal gute Kunde für die Prämienzahler im Kanton Solothurn: Dieser gehört zu den zehn Kantonen, in denen 2020 zumindest die Krankenkassenprämie im Durchschnitt aller Versicherten im Vergleich zum laufenden Jahr sinkt – nämlich um durchschnittlich 0,3 Prozent. Bei dieser Berechnung des Wachstums der Gesundheitskosten, basierend auf den Unterlagen des Bundesamts für Gesundheit (BAG), liegt der Kanton Solothurn unter dem Schweizer Durchschnitt von 0,2 Prozent.

Diese erfreuliche Botschaft ist auf die rückläufige Prämienentwicklung primär für die jungen Erwachsenen und sekundär auf jene für die Kinder zurückzuführen: Für junge Erwachsene, im Alter von 19 bis 25 Jahren, sinkt die Prämienbelastung im Kanton Solothurn nämlich im Durchschnitt um 3,2 Prozent auf 255,10 Franken. Der Unterschied beträgt 8,40 Franken pro Monat. Für Kinder bis 18 Jahre reduziert sich die mittlere Prämie um 0,2 Prozent oder um 20 Rappen auf 95,80 Franken pro Monat. Diese Reduktionen bei den jüngeren Jahrgängen werden bei einer Betrachtung des Durchschnitts aller Versicherten allerdings relativiert durch die gegenläufige Entwicklung bei den Erwachsenen.

Erwachsene müssen tiefer in die Tasche greifen

Für Versicherte ab 26 Jahren steigt die obligatorische Krankenversicherung inklusive Wahlfranchisen und Modelle jedoch im Schnitt um 0,1 Prozent auf 372,10 Franken. Diese mittlere Prämie wird um 20 Rappen pro Monat teurer. Ein Blick auf die Prämienentwicklung für erwachsene Versicherte (mit einer Jahresfranchise von 300 Franken und ohne Unfalldeckung) zeigt denn auch sehr unterschiedliche Tendenzen auf: Sichtbar werden im besten Fall moderate Senkungen – bis hin zu für die betroffenen Kunden schmerzhaften Anstiegen.

Die grösste Reduktion vermeldet unter den ausgewählten Versicherungen die Helsana, mit einem Minus von 2,3% (oder 11 Franken pro Monat), gefolgt von der Swica mit –2,1% (10.60 Franken). Spitzenreiter in Sachen Steigerung ist auf der anderen Seite die KPT mit einem Plus von 4% (19 Franken), gefolgt von der Assura mit +3,3% (14.30 Franken) und der Visana, mit einem Plus von 2,4% (12 Franken).

Im laufenden Jahr 2019 war die mittlere Krankenkassenprämie für alle Solothurner Versicherungen im Durchschnitt um 1,0 Prozent gestiegen. Die mittlere Prämie entspricht der durchschnittlichen Prämienbelastung pro Person. (sda/ums.)

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