RevierJagd Solothurn

Für einmal gab es in Beinwil mehr Jäger als Einwohner

Solothurner Jägernachwuchs: Diese 11 Jungjäger und eine Jungjägerin haben im Jahr 2012 die Jagdprüfung bestanden. Mirjam Jäger-Clavadetscher

Solothurner Jägernachwuchs: Diese 11 Jungjäger und eine Jungjägerin haben im Jahr 2012 die Jagdprüfung bestanden. Mirjam Jäger-Clavadetscher

242 Jägerinnen und Jäger kamen zur Generalversammlung von RevierJagd Solothurn (RJSo) im Schulhaus Beinwil eingefunden. Zählt man auch die Gäste hinzu, so war die Versammlung grösser als die 285 Seelen zählende Einwohnerschaft des Gastgeberdorfes.

Die heurige Jägerversammlung verlief in Minne – während in anderen Jahren auch schon harsche Töne erklungen waren. Frau Landammann Esther Gassler, die sich kurzfristig hatte entschuldigen müssen, verpasste jedenfalls keine verbalen Schrotschüsse aus dem Hinterhalt, die sie hätte parieren müssen.

Verbandspräsident Bruno Born (Aedermannsdorf) zeigte sich in seinem Jahresbericht zuversichtlich für die neu gestaltete Jungjägerausbildung, die der Verband künftig als Leistungsauftrag des Kantons durchführt. Im kommenden Monat finden die letzten Jägerprüfungen nach altem Modus statt – ab Herbst startet der neue Lehrgang. Gar nicht zufrieden war der Jägerpräsident dagegen mit der geltenden Regelung der Schwarzwildschäden im Kanton Solothurn. Gemäss kantonalem Gesetz müssen die Jäger nämlich die Hälfte der Kosten tragen. Diese würden in den betroffenen Revieren oft die Pachtzinse weit übersteigen. «Es ist grotesk», so Born, «wenn der Jäger für die umweltbedingte, explosionsartige Zunahme der Schwarzwildbestände verantwortlich gemacht wird.» RevierJagd Solothurn strebt deshalb eine rasche Änderung der gesetzlichen Regelung an.

Trotz guter Akzeptanz in der Bevölkerung müssten die Jäger wachsam bleiben, mahnte Bruno Born im Schlusswort. Denn für ihre Tätigkeit brauchten die Jäger Waffen, und mit jedem negativen Vorkommnis steige der Druck.

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