Derzeit überquert der Verkehr die Emme zwischen den beiden Ortschaften auf zwei, je 80 Meter langen, parallelen Brücken. Die eine stammt aus dem Jahre 1924. Untersuchungen zeigten, dass die Tragsicherheit ungenügend ist. Verstärkungsmassnahmen wären zu aufwendig.

Auch die zweite, 1973 nördlich dazu gebaute Brücke müsste demnächst saniert werden. Bei beiden Brücken ist die Hochwassersicherheit nicht mehr gegeben. Die Emme fliesst rund 500 Meter nördlich der Brücken in die Aare.

Ersetzt werden die Brücken durch ein einziges Bauwerk. Es soll aber in zwei Etappen gebaut werden. Die Kosten betragen total 8,87 Millionen Franken. Der Projektierungskredit wurde bereits genehmigt.

Nach Abzug der Kostenbeteiligung durch die beiden Gemeinden Zuchwil und Luterbach verbleiben für den Kanton Solothurn Kosten in Höhe von 6,95 Millionen Franken.

Hochwasser-Sanierung in Arbeit

Im selben Gebiet laufen derzeit auch die Arbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. Saniert werden mit einem Aufwand von 73,6 Millionen Franken die letzten 4,8 Kilometer der Emme zwischen dem Wehr in Biberist und der Einmündung in die Aare.

Die Solothurner Stimmberechtigten hatten dem Projekt am 28. Februar 2016 klar zugestimmt. Bei den Emme-Hochwassern 2005 und 2007 war die Region haarscharf an einer Überschwemmungskatastrophe vorbeigeschrammt.

Eine weitere Million genehmigt

Eine weitere Million Franken genehmigte der Kantonsrats einstimmig in Form eines Zusatzkredits für den Umbau einer kantonseigenen Liegenschaft in Grenchen. Dort soll neben regionalen Behördenstellen jetzt auch noch der Regionenposten der Kantonspolizei untergebracht werden.

Für den Kauf und die Sanierung der Liegenschaft hatte der Kantonsrat im Sommer letzten Jahres 3,9 Millionen gesprochen. Mit Gesamtkosten von 4,9 Millionen Franken entgeht das Projekt knapp einer obligatorischen Volksabstimmung. Solche sind bei Vorhaben mit Kosten von über 5 Millionen Franken zwingend.