Wettbewerb

Fünf Solothurner gewinnen Medaillen an der Wissenschafts-Olympiade

Bei der schweizerischen Biologie-, Chemie- und Mathematik-Olympiade gewannen Solothurner Kanti-Schüler drei Medaillen. Ebenfalls erfolgreich waren zwei Solothurner, die im Kanton Bern eine Lehre absolvieren bzw. zur Schule gehen.

Die Schweiz hat 10 neue Olympia-Sieger der etwas anderen Art: Die Biologie- Chemie- und Mathematik-Olympiade zeichnete talentierte Jugendliche am 7. und 8. April mit Medaillen aus. Die Schlussfeiern fanden an der Universität Bern (Biologie) und der ETH Zürich (Chemie und Mathematik) statt. Im Sommer geht das Abenteuer für die Mittelschüler weiter. Sie vertreten die Schweiz an den internationalen Wissenschafts-Wettbewerben.

Bevor die jungen Talente aber ihre Medaillen in Bern und Zürich feierten, zeigten sie, was sie können: Bei den Finalprüfungen überzeugten sie mit Fachwissen, kreativen Ideen sowie Forscherneugierde. Insgesamt wurden 28 Finalistinnen und Finalisten mit einer Silber- oder Bronzemedaille ausgezeichnet und 10 Schüler holten sich die begehrten Goldmedaillen.

Zu den Preisträgern gehören auch Schüler und Schülerinnen aus dem Kanton Solothurn. Sie holten insgesamt vier Medaillen in der Chemie-Olympiade sowie eine Medaille bei der Biologie-Olympiade. Es sind dies Lennart Horn (Gold in Chemie), Chantal Balmer (Silber in Chemie), Nadine Rohn (Bronze in Chemie), Sina Zbinden (Silber in Chemie), und Lars Wehrle (Bronze in Biologie). Sina Zbinden macht bei Blaser Swisslube eine Lehre und Lars Wehrle besucht das Freie Gymnasium Bern.

Die Prüfungen: Schmetterlinge verstehen, Gestein untersuchen und Antworten beweisen

Die Prüfungen verlangten den Jugendlichen einiges ab. Bei der Biologie-Olympiadelösten die Teilnehmer rund 20 Praktika in den Labors der Universität Bern vom 4. bis 7. April 2018. So wandten sie beispielsweise ihr Wissen über Ökologie, Genetik und Evolution an, um mehr über Schmetterlinge der Gattung Heliconius zu erfahren. Oder sie haben in Bakterien ein Gen so verändert, dass es die Farbvarianten orange, pink und violett annimmt. Die fluoreszierenden Proteine wenden Forscher häufig an, um komplexe zelluläre Prozesse zu untersuchen, da diese dank den Farben besser zu erkennen sind.

Die jungen Chemikerinnen und Chemiker lösten Experimente und theoretische Aufgaben vom 3. bis am 6. April 2018 an der ETH Zürich. So erforschten sie beispielsweise, aus welchen Stoffen sich eine Höhle zusammensetzt.

Goldmedaillengewinner Lennart Horn von der Kantonsschule Solothurn fand es spannend, zum ersten Mal richtig im Labor zu arbeiten: «In kurzer Zeit haben wir uns viel neues Wissen angeeignet.» Nach der Matura möchte er gerne Naturwissenschaften studieren, das rationale Denken fasziniere ihn.

Medaillen und Freunde gewinnen

Im Sommer vertreten die Gewinner der Biologie-Olympiade die Schweiz an der internationalen Olympiade in Iran (01.- 08. Juli 2018, Teheran). Dort treffen sie Jugendliche aus 66 Ländern. Gewinnerin Michelle Knecht freut sich: «Ich bin noch nie so weit gereist, das wird bestimmt spannend. Ich freue mich darauf, Jugendliche aus so vielen Ländern kennenzulernen.»

Für die Gewinner der Chemie-Olympiade geht die Reise nach Prag und Bratislava. Dort findet die 50. Internationale Chemie-Olympiade vom 19. – 29. Juli 2018 statt.

Die Forscherinnen und Forscher von morgen

Mit ihren Goldmedaillen gehören die Schüler zu den besten Nachwuchswissenschaftlern der Schweiz. Von den 1'650 Schülern, die bei der ersten Runde der drei Wettbewerbe mitgemacht haben, schafften es 59 ins Final. Die Biologiegewinner setzten sich gegenüber ehemals 1'287 Mitstreitern durch. Bei der Chemie-Olympiade nahmen 247 Jugendliche teil, bei der Mathematik waren es 116 Personen.

Die Wissenschafts-Olympiade fördert mit ihren acht Olympiaden pro Jahr über 3'000 Talente in Wissenschaft und Technik. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Schweiz. (mgt)

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