Weit über drei Millionen Schweizerinnen und Schweizer treten regelmässig in die Pedale. Was Motorradfahrer zu 100% erfüllen, sollte bei Fahrrad- und insbesondere bei E-Bike-Fahrenden zur Selbstverständlichkeit werden – das Tragen eines Velohelms. Obwohl die Wahrscheinlichkeit von Kopfverletzungen bei Fahrradfahrenden durch das Tragen eines Velohelms halbiert werden kann, fährt nur knapp jeder Zweite mit Helm. Achten Sie besonders darauf, dass die Kinder zum Beispiel auf dem Schulweg einen Velohelm tragen.

1'042 verunfallte Velofahrende

2017 verunfallten gemäss Bundesamt für Statistik 1'042 Velofahrende (Fahrrad 818 und E-Bike 224) schwer, 37 (Fahrrad 30 und E-Bike 7) sogar tödlich. Im Jahr 2017 hat die Anzahl schwerverletzte E-Bike-Fahrende im Vergleich zu 2016 erneut um etwas mehr als 11% zugenommen.

Tragen Sie nicht nur für sportliche Fahrten einen Helm, sondern auch auf kurzen Strecken, im Alltag oder bei Gelegenheitsausflügen. Der Helm schützt aber nur, wenn er auch richtig getragen wird. Folgende Tipps helfen im Umgang mit dem Velohelm:

  • Kaufen Sie nur einen Velohelm mit der Bezeichnung EN 1078.
  • Setzen Sie den Helm vor dem Kauf auf. Nur ein gutsitzender Velohelm, ohne zu drücken und zu wackeln, schützt.
  • Der Helm sollte zwei Finger breit über der Nasenwurzel sitzen.
  • Die Bänder müssen straff sein. Zwischen Kinn und Band sollte nur noch ein Finger Platz haben.
  • Ersetzen Sie den Helm sofort, wenn er einen Schlag erhalten hat.
  • Ein häufig benutzter Helm sollte spätestens nach fünf Jahren ersetzt werden.
  • Bekleben Sie den Helm mit reflektierenden Kleber. Diese machen Sie bei Dämmerungseinbruch und in der Nacht sichtbarer.
  • Lassen Sie sich beim Kauf von einer Fachperson beraten.

Die Polizei Kanton Solothurn empfiehlt bei jeder Gelegenheit das Tragen eines Velohelms.