Nationalratswahl
Frisch gewählter Nationalrat Felix Wettstein: «Es wird schwierig, diesen Platz zu halten»

Felix Wettstein der Grünen wurde in den Nationalrat gewählt. Für ihn war der Sitz der Grünen im Nationalrat eine Überraschung.

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Am Morgen habe er noch nicht daran gedacht, dass er gewählt werden könnte, sagt Felix Wettstein. Am Nachmittag aber stand dann fest, dass der 61-jährige Oltner Kantonsrat und Fachhochschuldozent bald im Nationalrat sitzen wird.

Wie fühlen Sie sich?

Felix Wettstein: Glücklich. Ich freue mich ungemein. Die Vorstellung, auf nationaler Ebene mitpolitisieren zu können, ist toll. Damit habe ich heute Morgen noch nicht gerechnet.

Sie kamen auf einer grünen Welle in den Nationalrat. Bisher sind alle Solothurner Grünen-Nationalräte nach einer Legislatur wieder abgewählt worden, als die jeweilige Welle vorbei war.

Tatsächlich war dies so. Es wird eine grosse Herausforderung. Es wird wichtig sein, zu zeigen, dass es die Grünen braucht, damit die Schweiz weiterkommt.

Wie ändert sich Ihr Leben?

Ich werde alles neu «büscheln» müssen. Was das genau bedeutet, muss ich noch herausfinden (lacht).

Was möchten Sie in Bern bewirken?

Ich möchte dabei sein, wenn wir grosse Schwerpunkte in der Klimakrise setzen. Ich möchte weitere ökologische Themen mitprägen; Stichworte Raumplanung, Artenschutz oder Trinkwassersicherheit. Auch die Frage der sozialen Gerechtigkeit oder der Geschlechtergleichheit sind Themen, für die ich mich schon immer starkgemacht habe. (lfh)

Als Ständeratskandidat zurückgezogen

Nachdem Felix Wettstein in den Nationalrat gewählt wurde, hat er seine Kandidatur für den Ständerat zurückgezogen. Mit 19'794 Stimmen rangierte er auf dem vierten Platz hinter Pirmin Bischof, Roberto Zanetti und Christian Imark. Hinter ihm verblieb noch Stefan Nünlist. (ber)