Imark ist zwar noch jung, seine politische Karriere dauert aber schon länger: 2001 wurde er mit erst 19 in den Kantonsrat gewählt, 2012 war er der bisher jüngste Kantonsratspräsident. Imark ist derzeit Fraktionschef der SVP im Kantonsrat. Der Verkaufsingenieur ist verheiratet und gilt als konziliant im Umgang. Das täuscht manchmal darüber hinweg, dass er in der Sache genauso hart und kompromisslos ist wie andere SVP Vertreter.

Christian Imark zu seiner Wahl in den Nationalrat und zur Abwahl von Roland Borer

Christian Imark zu seiner Wahl in den Nationalrat und zur Abwahl von Roland Borer

 

Herzliche Gratulation zu Ihrer Wahl. Haben Sie damit gerechnet?

Christian Imark: Ich bin über mein persönliches Resultat und über das Ergebnis meiner Partei wahnsinnig erfreut. Dennoch sind meine Gedanken auch bei Roland Borer. Er hat 24 Jahre für die SVP und die Vorgängerparteien gearbeitet – und sicher nicht alles falsch gemacht. Er hat im Prinzip die Abwahl nicht verdient – doch das Volk hat entschieden.

Immerhin: Es gab parteiintern eine Kampagne gegen Borer, davon haben Sie offensichtlich profitiert ...

Ich weiss es nicht. Da müsste man schon die Wähler fragen.

Ihr Aufstieg ist fulminant: Mit 33 Jahren wird nicht jeder schon Nationalrat...

Ich bin halt in der Solothurner Politik schon ein «alter Hase»: Im 15. Jahr Kantonsrat, ich war Ratspräsident. Die Wahl zeigt, dass man mich kennt, mich zur Kenntnis genommen hat. Dass man findet, dass ich es gut gemacht habe.

Sie sind Vertreter einer neuen SVP-Generation. Was gab den Ausschlag für den Generationenwechsel?

Das Volk hat ihn vorgenommen, Es freut mich, dass es so ist.

Ist es auch der etwas andere Stil der jungen Garde in der SVP, oder fand man einfach, dass es nach 24 Jahren genug ist?

Ich weiss es nicht. Auch die jungen in unserer Partei haben nicht alle den gleichen Stil. Meine Art zu Politisieren ist gradlinig, das kommt offenbar an.

Die ganzen Flüchtlingsdiskussionen gaben Ihnen zusätzlichen Schub ...

Das hat uns sicher in die Hände gespielt, so tragisch es ist, man muss es festhalten. Aber es ist nicht nur das: Es ist auch das Resultat der Politik der letzten vier Jahre: Wenn man sieht, dass wir immer noch nur mit einem Sitz im Bundesrat vertreten sind. Das kann niemand verstehen.

Immerhin: Die SVP hatte ja auch schon zwei Bundesratssitze ...

Ja, aber man sieht jetzt immer wieder, dass Vorschläge aus dem Bundesrat kommen, die dann gar nicht mehrheitsfähig sind. Die Wahlresultate zeigen: Das muss sich nun endlich ändern mit einer angemessenen Vertretung der SVP.

Eine reine «Flüchtlings-Wahl» war also aus Ihrer Sicht nicht?

Nein. Im Kanton war es sicher auch das Ergebnis einer tollen Teamarbeit aller Kandidierenden. Man hat sich gegenseitig unterstützt.

Und wo wird der Wahlsieg gefeiert?

In Dornach, im Restaurant Schlosshof.

Bilder aus dem Medienzentrum in der Reithalle: