Fridays for Future
Klima-Aktivisten rufen zu Sitzstreik in Solothurn und Olten auf

Auch im Kanton Solothurn haben Klima-Aktivisten für heute Freitag zu Kundgebungen aufgerufen. Sitzstreiks soll es in Solothurn und Olten geben.

Andri Morrissey
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In verschiedenen Städten wird heute demonstriert. (Themenbild)

In verschiedenen Städten wird heute demonstriert. (Themenbild)


Pius Amrein

Am Freitag soll in Solothurn auf dem Friedhofplatz ein Sitzstreik stattfinden. Im Rahmen des internationalen Sitzstreiks haben verschiedene Gruppen in der ganzen Schweiz zum Demonstrieren aufgerufen.

Unter dem Motto «No more empty promises», oder «keine leere Versprechen mehr» wollen die Klima-Aktivisten für eine Zukunft ohne Klimawandel demonstrieren. Die Hauptforderung der Aktivisten ist, wie auf der Webseite des Kollektivs Klimastreik Olten beschrieben wird, folgende: es dürfen «nur noch so viele Treibhausgase ausgestossen werden, wie wir mit natürlichen und künstlichen Senken wieder aus der Atmosphäre filtern können.»

Die Streikenden nehmen das Risiko des Coronavirus aber auch ernst. In der Whatsapp-Nachricht, die der Redaktion der «Solothurner Zeitung» vorliegt, rufen die Organisatoren dazu auf, Masken zu tragen, Abstand zu halten und Gruppen von maximal 15 Menschen zu bilden.

Dringlichkeit ungenügend erkannt

Auch die Aktivistengruppe in Olten beteiligt sich am internationalen Sitzstreik am Freitag. Ab Mittag will man sich an der Kirchgasse in Olten treffen und gemeinsam mehr Anerkennung für die Klimakrise fordern. Dabei ruft die Klimabewegung auf Facebook dazu auf, sich trotzdem an die Corona-Massnahmen zu halten.

Auch wenn der Stadtrat Olten seine Verwaltung bis 2040 Klimaneutral umgestalten möchte, gehen diese Massnahmen den Aktivisten deutlich zu wenig weit. Der Klimastreik Olten fordert dazu auf ihrer eigenen Webseite ein Netto 0 Ziel bis spätestens 2030. Sie machen unter anderem den Schweizer Finanzplatz dafür verantwortlich, dass dieser mit seinen Investitionen zu viele schädliche Treibhausgase verursache. Den meisten Finanzinstituten wirft die Klimabewegung vor, die Dringlichkeit der Klimakrise nur ungenügend zu erkennen.

Die Kundgebungen im Kanton Solothurn wurden scheinbar von unabhängigen Gruppen organisiert. Auf Anfrage bei der Kantonspolizei Solothurn wurde der Redaktion mitgeteilt, dass nur in Olten eine Bewilligung für eine Kundgebung eingegangen sei. Für die Kundgebung in Solothurn ist zum momentanen Zeitpunkt keine Bewilligung eingereicht worden.