Alti Sagi
Freilichttheater: Nun soll es Gilberte de Courgenay sein

Die bekannteste Jurassierin ist Hauptperson beim neuen Stück des Freilichttheaters Alti Sagi in Heimenhausen. Regisseurin Madlen Mathys ist es gelungen alle Laienschauspieler der ersten beiden Aufführungen wieder zu arrangieren.

Armin Leuenberger
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Regisseurin Madlen Mathys bespricht mit Dieter Widmer, Präsident des Freilichttheaters Alti Sagi, ihr neuestes Theaterprojekt 2014, «Gilberte de Courgenay», beim Aufführungsort in Heimenhausen.

Regisseurin Madlen Mathys bespricht mit Dieter Widmer, Präsident des Freilichttheaters Alti Sagi, ihr neuestes Theaterprojekt 2014, «Gilberte de Courgenay», beim Aufführungsort in Heimenhausen.

Nach den beiden erfolgreichen Freilichtaufführungen in der alten Sagi von Heimenhausen, «Der Gäldstag» (2008) und «Die 6 Kummerbuben» (2011), inszeniert nun im Sommer 2014 das Theaterteam an der Oenz mit «Gilberte de Courgenay» einen weiteren Höhepunkt. Insgesamt 23 Aufführungen sind vom 18. Juli bis 23. August geplant.

Die Hauptrolle Gilberte de Courgenay wird von Nathalie Bähler gespielt. Es ist der Rütscheler Regisseurin Madlen Mathys gelungen, zahlreiche Laienschauspieler, die bereits an den beiden Aufführungen vor fünf und zwei Jahren in der alten Sagi mitgewirkt hatten, erneut zum Mitmachen zu begeistern.

Gilberte de Courgenay ist eine der bekanntesten Frauen der Schweiz. Doch wer war sie? Als junges Mädchen arbeitete sie während des 1. Weltkrieges als Serviertochter im elterlichen Hotel de la Gare in Courgenay, nahe der französischen Grenze. Von den vielen Soldaten und Offizieren wurde sie umschwärmt und verehrt. Einer von ihnen, der Innerschweizer Hanns In der Gand, schrieb 1917 über sie das bekannte Lied «La petite Gilberte». Dieses wurde rasch populär und machte Gilberte im ganzen Land bekannt. Erst Franz Schnyders Film «Gilberte de Courgenay» (1941), mit Annemarie Blanc in der Hauptrolle, verhalf der 1957 in Zürich verstorbenen Gilberte endgültig zur patriotischen Kultfigur.

Ursprünglich war geplant, dieses Stück als Freilichttheater im Schlosspark von Wangen an der Aare aufzuführen. Doch man musste davon absehen. Das Projekt liess Regisseurin Madlen Mathys aber keine Ruhe.

Es wäre einfacher gewesen, im Wanger Schlosshof eine Kulisse zu schaffen, die dem Hotel de la Gare beim Bahnhof von Courgenay ähnelt, als in der idyllischen Waldlichtung am Ufer der Oenz. «Aber eben gerade das hat mich letztlich gereizt», sagt Madlen Mathys, die Rütschelerin, die mit Leib und Seele Theaterfachfrau ist. «Ich begab mich mehrmals ans Ufer der Oenz zur alten Sagi und habe mir überlegt, ob es hier keine Möglichkeit geben würde, das Stück aufzuführen.» Heute ist sie überzeugt: «Die Gilberte wird eine gute Sache.»

Infos: www.alti-sagi.ch