Kestenholz/Oensingen
Frau nach Einbruch festgenommen – Polizei warnt vor steigenden Einbruchszahlen

Nach dem Hinweis einer Anwohnerin konnte die Kantonspolizei Solothurn am Samstag eine Gruppe mutmasslicher Einbrecher verfolgen und eine Person festnehmen. Da die Zahl der Einbrüche im Kanton angestiegen ist, mahnt die Polizei zu erhöhter Vorsicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

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Die Einbruchzahlen im Kanton Solothurn sind gestiegen. Shutterstock

Die Einbruchzahlen im Kanton Solothurn sind gestiegen. Shutterstock

Eine aufmerksame Anwohnerin meldete via Alarmzentrale am Samstagvormittag, dass ihr ein Fahrzeug in einem Quartier in Kestenholz verdächtig auf­gefallen sei. Eine sofort ausgerückte Patrouille der Kan­tonspolizei Solothurn konnte das beschriebene Fahrzeug bei der Anfahrt feststellen. Sie wendete und nahm die Verfolgung des Autos auf, das mit übersetzter Geschwindigkeit in Richtung Oensingen Zentrum davon fuhr. In Oensingen verliessen die Insassen das Fahrzeug und flüchteten. Eine Person konnte in der Folge angehalten werden. Die Polizei nahm die 37-jährige Polin für weitere Ermittlungen vorläufig fest.

Polizei verstärkt Präsenz

Einbrecher schlagen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu. Im Laufe der vergangenen Woche sind die Deliktzahlen im Kanton Solothurn angestiegen. Gesamthaft wurden in der vergangenen Woche mehr als 50 Einbrüche registriert, die meisten davon im mittleren und westlichen Kantonsteil (Regionen Thal/Gäu, Solothurn und Grenchen). Die Kantonspolizei Solothurn hat darum ihre Präsenz durch vermehrte Patrouillentätigkeit während des Tages und in der Nacht in den betroffenen Gebieten nochmals verstärkt. (pks)

Tipps der Polizei, um sich vor Einbrechern zu schützen

Durch erhöhte Aufmerksamkeit, richtiges Verhalten und geeigneten Massnahmen durch die Bewohner lässt sich das Risiko reduzieren, Opfer eines Einbruches zu werden.

- Stellen Sie sicher, dass Haustüren und Fenster immer geschlossen sind - auch in Garagen und Nebenräumen.

- Ersetzen Sie alte Fenstergriffe durch abschliessbare.

- Vermitteln Sie den Eindruck zu Hause zu sein. Gute Dienste leisten Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhren.

- Verhindern Sie, wenn möglich, den direkten Einblick in den Wohnbereich.

- Suchen Sie Nachbarschaftshilfe! Orientieren Sie diese, wenn Sie längere Zeit abwesend sind.

- Melden Sie verdächtige Feststellungen umgehend der Polizei. Benachrichtigen Sie lieber einmal zu viel als zu wenig die Polizei über Telefon 112 oder 117. Dies besonders wenn

  • sich unbekannte Personen, auch tagsüber, in verdächtiger Weise bei Ihrem Haus, in der Nachbarschaft oder im Quartier aufhalten.
  • sich Fahrzeuge (besonders mit ausländischen Kontrollschildern) auffällig durch Ihr Quartier bewegen oder parkiert sind.
  • unüblicher Lärm oder Geräusche in Ihrem Haus oder aus der Nachbarschaft hörbar sind (z.B. einmaliges kurzes Glasklirren).

- Nutzen Sie die kostenlose Sicherheitsberatung der Kantonspolizei Solothurn

Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei.so.ch Prävention und Sicherheit oder bei der Schweizerischen Kriminalprävention www.skppsc.ch