Schenkkreis-Mord
François Scheidegger: «Der Vorwurf ist völlig abstrus»

Der jetzige Grenchner Stadtpräsident François Scheidegger wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe, ein erstinstanzliches Urteil im Schenkkreis-Mordprozess sei strategisch motiviert gewesen. Dies wirft ihm einer der Verteidiger vor.

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François Scheidegger tut den Vorwurf als durchsichtigen Schachzug der Verteidigung ab.

François Scheidegger tut den Vorwurf als durchsichtigen Schachzug der Verteidigung ab.

Daniel Walder, der Verteidiger der angeklagten Ruth S., warf dem damaligen Amtsgerichtspräsidenten vor, vom anstehenden Wahlkampf ums Grenchner Stadtpräsidium geleitet gewesen zu sein. «Ich beantrage, das erstinstanzliche Urteil aufzuheben und das Verfahren vor dem Amtsgericht zu wiederholen», sagte er am Montag gleich zu Beginn der Verhandlung.

Der heutige Stapi sei «befangen» gewesen, hätte seine Haltung medienwirksam inszeniert und den Prozess für persönliche Ziele «missbraucht». Damit sei den Angeklagten kein fairer Prozess gemacht worden.

François Scheidegger tut diesen Vorwurf als durchsichtigen Schachzug der Verteidigung ab, wie er gegenüber dem Regional-Sender TeleM1 sagt. «Das ist völlig abstrus.» Der Vorwurf habe weder Hand noch Fuss.

Das Gericht entschied, über den Antrag von Daniel Walder im Schlussentscheid zu befinden. (bk/ldu)