Forderung
Spitalpersonal an der Front soll prioritär geimpft werden

Der Personalverband VPOD fordert vom Kanton, dass das Spitalpersonal nicht erst in der Gruppe 2 geimpft wird.

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Das Spitalpersonal ist fürs Impfen erst in die Zielgruppe 2 eingestuft.

Das Spitalpersonal ist fürs Impfen erst in die Zielgruppe 2 eingestuft.

Hanspeter Bärtschi

Verschiedene Kantone priorisieren bei der Covid-Impfung das Spitalpersonal – nicht so der Kanton Solothurn. Der Personalverband VPOD fordert deshalb in einer Mitteilung, dass der Kanton «den Solothurner Spitälern schnell Impfdosen zur Verfügung stellt, um besonders exponiertes Personal sofort zu impfen».

Das BAG hat in seiner Impfstrategie eine Priorisierung für bestimmte Gruppen vorgenommen. So gehören neben den besonders gefährdeten Personen auch das Personal in Alters- und Pflegeheimen in die Zielgruppe 1, während das Spitalpersonal in die Zielgruppe 2 eingestuft wurde. Verschiedene Kantone, darunter Zürich, Basel-Stadt und Bern, hätten die Priorisierung angepasst, schreibt der VPOD: «Sie haben begonnen, das Spitalpersonal, das besonders exponiert ist – tagtäglich in Kontakt mit Covid-Patient/innen ist – ebenfalls prioritär zu impfen.»

Solothurn halte dagegen an der Impfstrategie des BAG fest, kritisiert der VPOD. Wegen eingeschränkter Impfstoffverfügbarkeit sei «noch kein Impfstoff an die drei soH-Standorte geliefert worden, und somit konnten keine Impftermine für das Spitalpersonal vereinbart werden». Gleichzeitig würden aber Angestellte von Alters- und Pflegeheimen bereits geimpft. Für den VPOD ist es «völlig unverständlich, dass der Kanton der soH offensichtlich keinen Impfstoff liefert und so besonders exponiertes Spitalpersonal noch nicht geimpft werden kann».

Dabei müsse doch die Gesundheit dieser Personalkategorie besonders geschützt werden, so der Verband. Dies umso mehr, als den Spitälern – sei es wegen Krankheit oder Quarantäne – doch immer noch Personal fehle. «Die Impfung von besonders exponiertem Gesundheitspersonal schützt nicht nur deren Gesundheit, sondern entspannt die Personalsituation der schon sehr belasteten Teams und Abteilungen in der soH», heisst es. (szr)