Dornach
Förderpreise und Atelierstipendien werden feierlich übergeben

Das Kantonale Kuratorium für Kulturförderung hat am Mittwoch die Förderpreise 2016 und die Stipendien 2017 für das Künstleratelier in Paris im neuestheater.ch in Dornach übergeben.

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Gruppenbild der anwesenden KünstlerInnen, von links nach rechts: Anna Bürkli (Kulturvermittlung), Lisa Christ (Literatur), Daniel Fuchs (Künstleratelier), Annatina Graf (Künstleratelier), Martina Baldinger (Bildende Kunst), Manuela Villiger (Musik), Lukas Steiner (Musik).

Gruppenbild der anwesenden KünstlerInnen, von links nach rechts: Anna Bürkli (Kulturvermittlung), Lisa Christ (Literatur), Daniel Fuchs (Künstleratelier), Annatina Graf (Künstleratelier), Martina Baldinger (Bildende Kunst), Manuela Villiger (Musik), Lukas Steiner (Musik).

Kenneth Nars

Im Neuen Theater Dornach wurden am Mittwochabend die Förderpreise für junge Kunstschaffende des kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung des Kantons Solothurn verliehen.

Neben Begrüssungsworten durch Regierungsrat Remo Ankli, sprachen die beiden «Hausherren» des neu erbauten Theaters, Johanna Schwarz und Georg Darvas zu den jungen Kunstschaffenden.

Darvas beglückwünschte die Preisträger, die mit einer schönen Geldsumme und vor allem mit ihren Talenten ausgestattet seien. Wenn ihr unaufhaltsamer Strom von Kreativität heute vielleicht noch ungewöhnlich sei, könne er morgen schon zu einem arrivierten Teil unserer Kultur werden.

Johanna Schwarz rief den jungen Kunstschaffenden zu: «Bleiben sie Spielende. Wenn Sie meinen anzukommen, wartet die Spiel-Fortsetzung schon. Seien sie offen und unersättlich.» Man solle zwei «alten Hasen», wie sie es seien, Glauben schenken. Ohne das Vertrauen darauf, dass das Spielen immer weitergehe, stünde ihr Theaterhaus nicht. «Vertrauen ins Spielen – das schafft Neues.»

Kulturell wurde die Feier durch «Raporters» mit Hip Hop aus dem Schwarzbubenland sowie durch Live-Visualisierungen von Helen Aerni (Werkjahrbeitrag des Kantons Solothurn 2011) umrahmt.

Mitglieder aus dem Kantonalen Kuratorium verlasen die Laudationen für die Preisträger.

Yves Lavoyer
12 Bilder
Lukas Steiner
Thomas Reinhard
Manuela Villiger
Christina Brun
Lisa Christ
Martina Baldinger
Florian Bürki
Anna Bürkli
Christoph Däppen
Annatina Graf wird von Januar bis Juni 2017 im Atelier in Paris verbringen
Daniel Fuchs darf von Juli bis Dezember nach Paris

Yves Lavoyer

zvg

Kurzbegründung der Förderpreise 2016

Förderpreis Bildende Kunst 2016

Martina Baldinger, Bildende Künstlerin

Geboren am 28. Dezember 1984 in Olten, Heimatort: Zurzach, Wohnhaft in Olten; im Kanton Solothurn seit 1984

Martina Baldinger wurde 1984 in Olten geboren, wo sie auch die Matur machte. Nach dem Gestalterischen Vorkurs an der Zürcher Hochschule der Künste und der Illustrationsfachklasse der Hochschule Luzern schloss sie 2009 das Studium der Kunst und Vermittlung an der HS Luzern mit dem Bachelor ab. Danach machte sie bis 2014 den Master in Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste.

Martina Baldinger fällt der Fachkommission Bildende Kunst und Architektur des Kuratoriums für Kulturförderung seit Jahren immer wieder auf: Sie engagiert sich mit Ausstellungen in lokalen Galerien und immer wieder an der Kantonalen Jahresausstellung. Aber auch über die Kantonsgrenzen hinaus machte sie sich einen Namen, unter anderem mit dem selbstorganisierten Ausstellungsraum «Les Complices*» in Zürich, wo sie seit 2015 zusammen mit Gökçe Ergör das Programm kuratiert. Ihre Kernkompetenz ist die Zeichnung: Was vermitteln Zeichnungen? Wie vermittle ich Zeichnungen? Inhalt und Theorie vermischen sich, an ihrer künstlerischen Sprache arbeitet Martina Baldinger kontinuierlich. Dies gilt es, zusammen mit ihrem kulturvermittelnden Engagement, zu fördern.

 

Förderpreis Fotografie und Film 2016

Christina Brun, Fotografin

Geboren am 8. August 1992 in Sarnen, Heimatort: Hasle, Wohnhaft in Winznau; im Kanton Solothurn seit 1995

Die Fotografin und Filmemacherin Christina Brun wurde 1992 in Sarnen geboren und lebt seit dem zweiten Lebensjahr im Kanton Solothurn, in Winznau. Nach Ihrer Ausbildung zur Fotofachfrau in Olten absolvierte sie die Gestalterische Berufsmatur. Im Anschluss begann Christina Brun an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur das Bachelorstudium Multimedia Production.

Christina Bruns freie Arbeiten sind immer wieder in der Region zu sehen. 2012 stellte sie an der Jugendart in Olten aus, 2015 hatte ihr Dokumentarfilm «Projeto Suico – Ein Lebenswerk» Premiere im Lichtspiel Olten und 2015/16 fand ihre jüngste Ausstellung «Stories beyond the Wall» über ein Flüchtlingscamp in Palästina im Tattarletti Olten statt. Unlängst reiste sie in den Libanon, wo sie ein Fotografieprojekt mit Frauen realisierte, welche sexuelle und genderbasierte Gewalt erleben. Christina Bruns Ausstellungen und Filme erzählen Geschichten, die berühren, ehrlich sind und Denkanstösse geben. Dabei bewegt sie sich auf dem schmalen Grat der Symbiose von Kunst und Journalismus. Der Förderpreis soll ihr ermöglichen, ihr fotografisches Arbeiten auszuloten und ihrem Ziel näher zu kommen: «Auch in Zukunft Content generieren, welcher die Menschheit bewegt».

 

Förderpreis Bildende Kunst 2016

Florian Bürki, Bildender Künstler

Geboren am 18. Mai 1985 in Bern, Heimatort: Bleiken bei Oberdiessbach, Wohnhaft in Bern; im Kanton Solothurn von 1985 bis 2011

Florian Bürki wurde 1985 in Bern geboren und lebte bis 2011 im Kanton Solothurn. Nach den Schulen bildete er sich an der Hochschule der Künste in Bern zum Bachelor of Arts in Music and Media Arts sowie zum Master of Arts in Contemporary Arts Practice aus und nutzte zwei Auslandaufenthalte in Australien und Norwegen.

Florian Bürki hat sich zunehmen vom Soundartist und Komponist hin zum Bildenden Künstler bewegt. Seine Werke sind raumgreifende Installationen, denen vor allem konzeptuelle und philosophische Modelle zugrunde liegen. Für sein Ziel, eine – wie er es nennt – «kompromisslose und strenge Haltung zur künstlerischen Tätigkeit» zu entwickeln und seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Raum fortsetzen zu können, sucht er die erforderlichen Freiheiten. Ein Förderpreis ermöglicht ihm, die nötigen infrastrukturellen Anschaffungen zu machen und sich so weiter seiner künstlerischen Tätigkeit zu widmen, welche die Fachkommission Bildende Kunst und Architektur des Kuratoriums für Kulturförderung als förderungswürdig erachtet.

Förderpreis Kulturvermittlung 2016

Anna Bürkli, Kunstvermittlerin

Geboren am 19. Januar 1975 in Solothurn, Heimatort: Meilen, Wohnhaft in Rüttenen; Im Kanton Solothurn seit 1975

Die 1975 in Solothurn geborene Anna Bürkli wuchs in Rüttenen auf, wo sie auch heute wohnt. Nach der Primarschule und dem Gymnasium folgten Studien der Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Neuerer Deutscher Literatur und der Publizistik. Im Jahre 2000 verlieh ihr die Stadt Grenchen, wo sie 1998 den off-space «3e étage» mitgegründet und sieben Jahre lang geführt hatte, den Nachwuchsförderpreis.

Seit 1993 ist Anna Bürkli im Kanton Solothurn als Kulturvermittlerin in verschiedenen Funktionen tätig. Als freie Kuratorin arbeitet sie an verschiedenen Projekten. Sie organisiert Ausstellungen, schreibt und redet über Kunstschaffende. Im Kunstmuseum Solothurn führt sie uns durch die Sammlung und die Ausstellungen. Als Vorstandsmitglied im Künstlerhaus s11 in Solothurn gestaltet sie seit über zehn Jahren das Ausstellungsprogramm und aktuell arbeitet sie im Vorstand des Kunstvereins Solothurn mit dem Thurgauer Künstler Max Bottini am Projekt «erntema(h)l!». Ein grosses öffentliches Gastmahl soll das Projekt dieses Jahr beenden. Anna Bürkli hat mit ihrer Vielfalt an Arbeitsfeldern, den erarbeiteten Projekten, der grossen Passion und dem ausdauernden Engagement für die Kulturvermittlung im Kanton Solothurn die Fachkommission Kulturaustausch überzeugt. Sie erhält den Förderpreis Kulturaustausch 2016.

Förderpreis Literatur 2016

Lisa Christ, Spoken Word Performerin

Geboren am 23. Januar 1991 in Olten, Heimatort: Wisen, Wohnhaft in Olten und Wisen; im Kanton Solothurn seit 1991

Lisa Christ wurde 1991 in Olten geboren, besuchte in Wisen und Trimbach die Primarschule und anschliessend das Gymnasium in Olten. Derzeit studiert sie an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel «Vermittlung in Kunst und Design».

Sie hat sich schon früh fürs literarische Schreiben interessiert und hat am Kinder- und Jugendliteraturwettbewerb des Kantons Solothurn Texte eingereicht. Im Jahr 2011 errang sie den Schweizermeister-Titel im Poetry Slam in der Kategorie «Unter 20».

«Mein Herz fühlt sich an, als ob jemand mit einem Melonenaushöhler viele kleine Kügelchen daraus geschält hätte. Eine offene Wunde». So liest sich eine von Lisa Christs Notizen. Die Oltnerin spielt spontan mit der Sprache und findet verblüffende Sprachbilder. Unterdessen gehört sie zu den bekanntesten Slam-Poetinnen des Landes. Ihre Auftritte sind von einer mitreissenden Intensität und ihre Texte sprühen vor hintergründigem Humor und veranlassen Zuhörende zum Nachdenken. Ihr Sprachwitz hat die Fachkommission Literatur dazu veranlasst, Lisa Christ mit dem Förderpreis für Literatur 2016 auszuzeichnen und ihr damit die Freiheit zu geben, weiterhin intensiv an ihren Schreibprojekten weiterzuarbeiten.

 

  

Förderpreis Fotografie 2016

Christoph Däppen, Fotograf

Geboren am 28. März 1986 in Thun, Heimatort: Riggisberg, Wohnhaft in Solothurn; im Kanton Solothurn von 1998-2007, ab 2014

Christoph Däppen wurde 1986 in Thun geboren, wo er auch die Primarschule besuchte. Ab 1998 lebte er im Kanton Solothurn und absolvierte 2006 an der Kantonsschule Solothurn die Matur. Darauf folgten zunächst Studien in Psychologie und Philosophie und dann von 2010 bis 2013 die Ausbildung in Fotodesign mit Abschluss an der Schule für Gestaltung in Bern. Seither ist der Solothurner als selbständiger Fotograf tätig.

Während seiner ganzen Ausbildung arbeitete Christoph Däppen als selbständiger Fotograf, nahm an Ausstellungen teil und schaffte es auf die Short List der «EWZ selection». Das für die Short List berücksichtigte Projekt war seine schwarz-weiss-Fotoreportage mit dem Titel «In der RS», welche er für das Magazin «NZZ Folio» realisieren konnte. Christoph Däppen sucht Qualität in seinen drei Bereichen, im Konzept, dem Portrait und der Reportage. Er will überall noch besser werden und verschliesst sich dabei auch der neusten Entwicklungen nicht, welche für Fotografen lebenswichtig ist: Der Multimedialität. Christoph Däppen erzählt Geschichten nicht nur mit Bildern sondern auch mit konzeptionellem Hintergrund und somit etwas «anders». Mit dem Förderpreis soll der Fotograf den nötigen finanziellen Freiraum erhalten, seine Projekte in Bangladesch, Indien und Nepal seinen Vorstellungen entsprechend fertigzustellen.

 

 

Förderpreis Bildende Kunst 2016

Yves Lavoyer, Bildender Künstler

Geboren am 16. Juli 1981 in Jegenstorf, Heimatort: Fontaine, Wohnhaft in Solothurn; im Kanton Solothurn seit 1981

Yves Lavoyer wurde 1981 in Jegenstorf geboren und lebt seither im Kanton Solothurn. 2007 erhielt er das Diplom für Bildnerisches Gestalten an der Hochschule der Künste Bern und im Jahr darauf das Lehrdiplom für Bildnerisches Gestalten an der Pädagogischen Hochschule Bern.

Die künstlerische Tätigkeit von Yves Lavoyer ist genreübergreifend: Vom Graffiti herkommend, changieren seine Arbeiten heute zwischen Zeichnung, Animation, Wandmalerei, Fotografie, Malerei, Druck und Dokumentation seiner Reisen, die er per Fahrrad nach Armenien, Ungarn oder Portugal unternimmt. Zum Ausdruck kommt dies seit 2008 in Gruppen- und Einzelausstellungen sowie in Projekten für Kunst und Bau. Dieser junge Mann ist getrieben von seinem Drang, sich künstlerisch auszudrücken und sein Leben gestalterisch zu dokumentieren. Dies macht er technisch sicher und intuitiv zugleich – was seine Arbeiten zu spannenden Feldern der Auseinandersetzung macht. Dafür erhält Yves Lavoyer einen Förderpreis Bildende Kunst 2016.


Förderpreis Schauspiel 2016

Thomas Reinhard, Theaterschaffender

Geboren am 9. April 1978 in Solothurn, Heimatort: Sumiswald, Wohnhaft in Zürich; im Kanton Solothurn von 1978-2007

Thomas Reinhard wurde 1978 in Solothurn geboren und ist da aufgewachsen. Schon in jungen Jahren war er in der Solothurner Kulturszene aktiv; ein Tausendsassa, der nicht nur die freie Schülertheatergruppe «Wolna» mitgründete, zum Führungsteam des Muttiturms gehörte oder Lesungen und Filmabende unter anderem in der Kulturfabrik Kofmehl organisierte. Er produzierte für die Band «Monsterbazz» ein Musikvideo, drehte Filme und gewann damit unter anderem beim Solothurner Wettbewerb «Jugend filmt» den ersten Preis. Nach einem Wirtschaftsstudium an der Hochschule St. Gallen besuchte er an der Zürcher Kunsthochschule den Studiengang «Transdisziplinarität».

Seit 2011 arbeitet Thom Reinhard erfolgreich in der freien Theater- und Kunstszene als Schauspieler sowie Dramaturg und führt mit Monika Truong Regie im Regieduo «Thom Truong». Reinhard arbeitet interdisziplinär und schafft es in seinen Arbeiten, die Techniken verschiedener Wissenschafts- und Kunstdisziplinen zu verbinden sowie Grenzen und Schnittstellen auszuloten. Auch in seinen weiteren Arbeiten möchte sich der «Künstlerökonom» spielerisch im Grenzbereich zwischen Theater, Kunst und Wirtschaft bewegen. Dafür erhält er einen Förderpreis Schauspiel 2016.

 

Förderpreis Musik 2016

Lukas Steiner, Musiker

Geboren am 2. August 1983 in Bielm, Heimatort: Neftenbach, Wohnhaft in Langendorf; im Kanton Solothurn seit 1992

Lukas Steiner wurde 1983 in Biel geboren und lebt seit seinem neunten Lebensjahr im Kanton Solothurn. Neben der schulischen Ausbildung und der Lehre als Elektroinstallateur war und ist ihm die musikalische Ausbildung wichtig. Neben Perkussions-, Cello- und E-Bassunterricht absolvierte er die Tone-art Tontechnikerschule in Wien.

Als Produzent arbeitet Lukas Steiner in seinem eigenen Tonstudio in Langendorf vor allem mit regionalen Musikern. Er produziert Beats für Hip Hop, R’n’B und Pop, aber auch für Werbe- und Filmmusik. Lukas Steiner arbeitet seit einigen Jahren mit dem Oltner Patrick Bütschi alias Collie Herb, Förderpreisträger 2013, und mit den Solothurner Rappern «Sorgäching» und «Kym». Er ist in der Solothurner Hip-Hop-Szene ein bekannter Name und hat unter dem Künstlernamen «Loopsided» auch schon eigene Produktionen veröffentlicht. Mit einem Förderpreis Musik soll Lukas Steiner ermöglicht werden, dass er sich weiter und vertieft seinen Musikprojekten widmen kann.

 

Förderpreis Musik 2016

Manuela Villiger, Musikerin

Geboren am 8. September 1992 in Olten, Heimatort: Beinwil, Wohnhaft in Wangen b. Olten; im Kanton Solothurn seit 1992

Manuela Villiger wurde 1992 in Olten geboren und wohnt in Wangen bei Olten. Neben der Primarschule dort und der Kantonschule in Olten besuchte sie schon ab dem achten Altersjahr Keyboard- und Saxophonunterricht. 2013 absolvierte sie den Bachelor of Arts in Music mit Hauptfach Saxophon und 2015 den Master of Arts in Musikpädagogik an der Hochschule Luzern. Seit letztem Jahr verfolgt sie weiterführende Studien an der Zürcher Hochschule der Künste.

Manuela Villiger überzeugt mit ihrem Engagement und der spürbaren Begeisterung, die zeitgenössische Musik einem breiteren Publikum näher zu bringen. Als klassische Saxophonistin erarbeitet sie Konzepte, Kompositionen und Performances, um die experimentelle Musik besser erfahrbar und zugänglich zu machen. Neben ihrer Konzerttätigkeit in verschiedenen Musiksparten ist Manuela Villiger Lehrerin für Saxophon und Xylophon an der Musikschule Beckenried. Als Musikpädagogin legt sie Wert darauf, den jugendlichen Schülerinnen und Schülern auch ihre Begeisterung für die als sperrig geltende zeitgenössische Musik zu vermitteln.

Kurzbegründung der Atelierstipendien 2017

Aufenthalt Atelierwohnung Paris: Januar – Juni 2017

Annatina Graf, Bildende Künstlerin

Geboren am 23. Februar 1965 in Zürich, Heimatort: Rebstein, Wohnhaft in Solothurn; im Kanton Solothurn seit 1998

Annatina Graf wurde 1965 in Zürich geboren und lebt seit 1998 in Solothurn. Nach den Grundschulen in Chur arbeitete sie als Lehrerin im Kanton Solothurn. Seit 1992 ist sie im eigenen Atelier auch künstlerisch tätig und ab 1995 in Einzel- und Gruppenausstellungen präsent. 2013 hat sie den Preis für Malerei des Kantons Solothurn erhalten. Neben ihrer künstlerischen Arbeit ist sie am Kunsthaus Grenchen als Kunstvermittlerin engagiert und arbeitet teilzeit als Primarlehrerin in Subingen.

Annatina Graf ist seit Jahren fester Bestandteil der kantonalen Kunstszene. Auch jenseits der Solothurner Grenzen realisiert sie immer wieder Ausstellungen. Das bisherige Schaffen der 51-Jährigen vor allem als Malerin überzeugt bis heute durch die sensible Widergabe alltäglicher Szenen: Nach Fotos von Familienmitgliedern und Freunden reflektiert sie ihre Umwelt malerisch – kontinuierlich arbeitet sie an ihrer künstlerischen Technik. Während des Aufenthalts im Künstleratelier in Paris möchte Annatina Graf ihre künstlerische Arbeit neu definieren, sich radikal mit ihrer gestalterischen Ausdrucksweise auseinandersetzen und neue Wege entdecken.

Aufenthalt Atelierwohnung Paris: Juli – Dezember 2017

Daniel Fuchs, Schriftsteller

Geboren am 10. September 1966 in Solothurn, Heimatort: Hubersdorf, Wohnhaft in Solothurn; im Kanton Solothurn seit 1966

Daniel Fuchs wurde 1966 in Solothurn geboren. Nach der Primar- und Bezirksschule in Zuchwil schloss er 1984 das Wirtschaftsgymnasium ab, studierte an der Universität Bern Jus und an der Universität Luzern in Nachdiplomstudium interkulturelle Kommunikation.

Daniel Fuchs ist seit Jahren in mehreren Kunstsparten aktiv und hat mit seinem eben fertiggestellten Erstling «Brief an Morgane. Rue de Messine. Paris VIII.» überzeugt. Für den Roman hat er zwischen 2004 und 2014 in Paris Recherchen betrieben. Er verknüpft darin Solothurn mit Paris, eine private Liebesgeschichte mit keltischer Mythologie, und erzählt dabei zusätzlich sowohl Geschichte und Geschichten um das Kunstmuseum Solothurn, die Familien Dübi-Müller und Barbier-Müller, als auch über Verflechtungen der Kulturen und Profundes über Künstler und Krankheit. Nun plant der Autor ein zweites Werk, das sich um die Beziehung zwischen Man Ray und Lee Miller dreht. Paris ist wiederum ein Hauptschauplatz der Geschichte, weshalb er während eines Atelieraufenthalts dort recherchieren und schreiben möchte.