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Fitness-Center: Auf die Festtage folgt die «Folterkammer»

Die Neujahrsvorsätze sind gemacht und bald wird es schon Frühling. Gehen nun wirklich vermehrt Menschen ins Fitness-Center? Wir haben nachgefragt.

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Zu Jahresbeginn werden vermehrt Fitness-Abos gekauft.

Zu Jahresbeginn werden vermehrt Fitness-Abos gekauft.

Michael Hunziker/Janine Müller

Generell verhält es sich so, dass zu Beginn des Jahres mehr Abos gekauft werden», sagt Mariella Fella, Inhaberin der Oltner «Kraftwerk Trainingscenter AG» auf Anfrage. Insbesondere im Januar sei die Nachfrage gross. Ähnlich tönt die Antwort im Gerlafinger «Fitnesspark».

Zu Beginn des neuen Jahres herrsche grundsätzlich mehr Betrieb im Fitnessstudio – «wegen der guten Vorsätze», sagt Geschäftsleiter Alfred Markus Glauser. «Am häufigsten haben wir Besucher, die eine Körperveränderung anstreben, das heisst an Muskelmasse zulegen oder Gewicht verlieren möchten», so der Chef.

Zu Jahresbeginn gab es auch im Solothurner «Athena» einen «erhöhten Neukundenzugang», bestätigt Geschäftsleiter Marcel Pesse. Das sei praktisch jedes Jahr der Fall. Ein weiterer Zuwachs an neuen Mitgliedern gebe es regelmässig auch im September. «Seit zirka fünf Jahren sind unsere Studios aber das ganze Jahr über sehr gut ausgelastet», so Marcel Pesse. Man stelle fest, dass das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung und die Anzahl der Dauermitglieder zunehme.

Die Fitnessbesucherzahl sei ziemlich wetterabhängig, sagt Roberto Borghi, der Geschäftsinhaber von «fitneXX» in Oensingen. «Bei schönem Wetter kommen nicht so viele ins Studio.» Neue Abonnemente würden aber vor allem im Januar gekauft werden, sagt der Chef. Auch Borghi ist der Meinung, dass das mit den Neujahrsvorsätzen zusammenhängt. «Der Januar ist der beste Monat für uns – so eine Phase gibt es dann wieder um den September herum», erklärt er.

Keinen zusätzlichen Aufschwung bringt das neue Jahr in das Grenchner «CityFit»: «Diesen Januar lief es eher schlecht, die ersten beiden Februarwochen waren besser», erzählt Nicole Brunner. Vor einigen Jahren noch hätte man auch hier positive Auswirkungen der guten Vorsätze zur Jahreswende gespürt.

Dafür hätte dann im Sommer, wenn die Uhrenfabriken wegen der «Uhrmacherferien» geschlossen waren, tote Hose geherrscht. «Mittlerweile gehen die Leute nicht mehr nur einmal, sondern sogar vier- oder fünfmal im Jahr in die Ferien», meint Brunner. Und dann würden nicht ganz so viele neue Abonnemente gelöst. (nka)

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