Wetter
Feuerwehr stellt in Olten Hochwassersperren auf

Derzeit zieht eine Front mit heftigen Regenfällen von Westen her über die Schweiz. In Olten bereitet man sich auf Hochwasser vor. An der Emme soll es voraussichtlich keine Probleme geben.

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Schon am Donnerstag wurden die «Beaver»-Schläuche aufgestellt. Die Aare kam jedoch nicht über die Ufer.

Schon am Donnerstag wurden die «Beaver»-Schläuche aufgestellt. Die Aare kam jedoch nicht über die Ufer.

HR Aeschbacher

Die ersten Ausläufer der Regenwolken haben den Kanton Solothurn gegen 16 Uhr erreicht.

In den kommenden 24 Stunden fällt im Jura, im Tessin und im Wallis sowie am westlichen und zentralen Alpennordhang kräftiger Regen. Deswegen muss mit erheblicher Hochwassergefahr gerechnet werden, warnt das Bundesamt für Umwelt.

Deswegen kommt es zum Gewitter

Im Laufe des Montags erfasst von Frankreich her das nächste Tief und die dazugehörige Kaltfront die Schweiz. Zudem kommen südliche Höhenwinde auf, welche sehr feuchte Luft zur Alpensüdseite und in die angrenzenden Gebiete lenken. Damit werden erneut teils intensive Niederschläge ausgelöst, welche in einer ersten Phase auch von Gewittern durchsetzt sind. Im Zeitraum von Montagmittag bis Dienstagmittag dürften weite Teile des Alpennordhangs, der Jura, das Wallis, das Gotthardgebiet sowie Teile des Tessins vom Niederschlag betroffen sein. Die erwarteten Mengen liegen zwischen 50 und 80 mm.(mgt)

Im Kanton Solothurn werden Vorbereitungen getroffen. Schon am letzten Donnerstag, als das Emme-Hochwasser die Aare ansteigen liess, wurden in Olten mobile Hochwassersperren aufgebaut. Das Wasser stieg, blieb jedoch im Flussbett.

Auch jetzt rechnen die Behörden damit, dass es in Olten zu Problemen kommen könnte. «Im Vergleich zu Donnerstag ist das Einzugsgebiet der Aare grösser», erklärt Diego Ochnser, Chef des Amts für Militär und Bevölkerungsschutz. Wasser aus Saane, Kander und auch Simme fliessen schlussendlich in die Aare.

In Vorbereitung auf ein mögliches Hochwasser wird die Feuerwehr Olten um 19 Uhr beginnen, in der Stadt die «Beaver»-Schläuche aufzustellen. Der höchste Pegelstand wird zwischen 2 und 5 Uhr in der Nacht erwartet.

Die Berner Behörden haben laut Ochsner zugesagt, die Wasserabflussmenge beim Regulierwehr in Port bei Biel so zu halten, dass die Wassermenge bei Murgenthal nicht über 850 Kubikmeter pro Sekunde steigt. Wird dies eingehalten, schwappt die Aare nicht übers Ufer.

Emme kein Problem

Ochsner rechnet nicht damit, dass es an der Emme Hochwasser geben wird. «Dort sehen wir grundsätzlich kein Problem.» Wenn ein Gewitter «hängen bleibt», könne sich dies aber ändern.

Der Biberister Feuerwehrkommandant ist nicht in Alarmbereitschaft. «Der Pegelstand ist noch tief», meint Konrad Gisler. (ldu)