Mehr als die Hälfte der getesteten Biere, nämlich 8 von 15 Sorten, hätten beanstandet werden müssen, teilte die Lebensmittelkontrolle in einer Mitteilung auf ihrer Homepage mit.

Bei fünf Bieren seien die Allergene (Gerstenmalz) nicht wie vorgeschrieben deklariert gewesen. Bei drei Bieren war der Alkoholgehalt offenbar höher als auf der Etikette angegeben.

Grundsätzlich wird eine Abweichung von 0,5 Prozent vom angegebenen Wert toleriert, heisst es bei der Lebensmittelkontrolle. Ein Bier hatte 0,8 Prozent mehr Alkohol als angegeben, zwei 0,7.

Kein Problem für Konsumenten

Bei drei Bierproben fand der Kantonschemiker mehr als die zugelassenen 0,2 mg Kupfer pro Kilogramm. «Bier wird im Kupferkessel gebraut, aus welchem bei unsorgfältigem Brauvorgang Kupfer herausgelöst werden kann», hält der Kantonschemiker fest.

«Alle von uns kontrollierten Biere sind im Handel erhältlich und stellen einen guten Querschnitt durch die im Kanton Solothurn hergestellten Produkte dar», sagt Kantonschemiker Martin Kohler auf Anfrage. Markennamen oder Hersteller nennt der Kantonschemiker nicht.

Für die Bierkonsumenten haben die Beanstandungen keine Folgen. «Wir mussten keine Biere aus dem Verkauf nehmen. Das wäre nur bei gravierenden Mängeln notwendig gewesen», so Kohler. Die Bierbrauer müssten nun jedoch entsprechend ihren Produktionsprozess anpassen oder die Etiketten überarbeiten.

Die Biere waren auch auf die Stammwürze untersucht worden. Es handelte sich um eine gemeinsame Aktion der Labors Aargau, der beiden Basel, Berns und Solothurns.

Die Untersuchungen wurden im Kanton Baselland durchgeführt. Die Prüfkampagne soll in den kommenden Jahren wiederholt werden.