Kantonale Wahlen
FDP Solothurn stellt Remo Ankli für Regierungsrat auf

Die FDP Solothurn stellt neben der bisherigen Regierungsrätin Esther Gassler Remo Ankli für die Wahlen am 3. März 2013 auf. Ankli soll im Regierungsrat den Sitz des nicht mehr antretenden Christian Wanner verteidigen.

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Remo Ankli soll im Regierungsrat den Sitz des nicht mehr antretenden Christian Wanner verteidigen.

Remo Ankli soll im Regierungsrat den Sitz des nicht mehr antretenden Christian Wanner verteidigen.

Kenneth Nars

Die Delegierten der FDP des Kantons Solothurn haben den 39-jährigen Schwarzbuben Remo Ankli neben der Bisherigen Esther Gassler für den Regierungsrat nominiert. 194 freisinnige Delegierte hatten sich gestern Abend für die Nomination eines Nachfolgers von Regierungsrat Christian Wanner nach Breitenbach begeben. Die Ausmarchung unter den drei Bewerbern um den zweiten Platz auf dem FDP-Ticket für die Solothurner Regierungsratswahlen 2013 erfolgte in geheimer Abstimmung. Bereits im ersten Wahlgang übertraf Remo Ankli mit 104 Stimmen das absolute Mehr von 97.

Staatsschreiber Andreas Eng (Günsberg) blieb mit 48 Stimmen unter den Erwartungen. Oberrichter Frank-Urs Müller (Rüttenen) erreichte 41 Stimmen. Ankli war sichtlich selber überrascht von seinem durchschlagenden Erfolg schon im ersten Wahlgang.

Zuvor hatten die Delegierten gemäss Antrag des Parteivorstands eine Zweierkandidatur beschlossen und die seit 2005 amtierende Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler (61, Schönenwerd) in offener Abstimmung für eine dritte Amtsperiode nominiert.

Ankli im Schwarzbubenland verankert

Mit Remo Ankli setzt die FDP auf einen Kandidaten, der in seiner Herkunftsregion Schwarzbubenland gut verankert ist. Der 39-Jährige ist seit 2001 Gemeindepräsident von Beinwil, seit 2005 Kantonsrat und seit 2011 Parteisekretär der FDP-Kantonalpartei. Bei den Nationalratswahlen 2011 erreichte Ankli den ersten Platz auf der FDP-Liste Thal-Gäu/Olten-Gösgen/Dorneck-Thierstein, allerdings ging der einzige FDP-Sitz an die andere Liste mit dem bisherigen Nationalrat Kurt Fluri.

Ungewöhnlich: Der freisinnige Regierungsratskandidat ist studierter Theologe. Seine 2010 als Buch erschienene Doktorarbeit im Fach Kirchengeschichte beleuchtet das Schwarzbubenland im Kulturkampf des 19. Jahrhunderts und trägt den Titel «Freisinnig und katholisch».

Die FDP ist die erste Kantonalpartei, die ihre Kandidaten für die Regierungsratswahlen vom 3. März 2013 bestimmt hat. Morgen Mittwoch folgen die Grünen (Ex-Nationalrätin Brigit Wyss oder Kantonsrat Felix Wettstein), nächste Woche die SVP (Kantonsrat Albert Studer), während CVP und SP sich bis Ende Oktober Zeit lassen. Neben Remo Ankli von der FDP sind bei den anderen Parteien bisher keine weiteren Schwarzbuben als mögliche Regierungsratskandidaten im Gespräch. (cva)