Seit bald 30 Jahren stelle die FDP als einzige Partei die Frauenvertretung in der Solothurner Regierung sicher, schreibt die Frauengruppe in einer Mitteilung.

Darum sei es wichtig, dass die Tradition der freisinnigen Regierungsrätinnen auch nach 2017 weitergeführt werde. Es sei davon auszugehen, dass die FDP als einzige bürgerliche Partei in der Lage sein werde, eine Frauenkandidatur aufzustellen.

Diesen Vorteil wollen die FDP-Frauen nicht aus der Hand geben. Weil die Sozialdemokraten den Sitz des ebenfalls zurücktretenden Peter Gomm voraussichtlich mit mindestens einer Frau verteidigen werden, steht die FDP politisch weniger unter Druck, 2017 ebenfalls eine Frau ins Rennen zu schicken.

Mehrere Frauen im Rennen

Wer kommt für die FDP-Frauen als Kandidatinnen infrage? Es sind die Namen der Kantonsrätinnen Marianne Meister (Messen) und Anita Panzer (Feldbrunnen), die derzeit wohl am häufigsten genannt werden. Auf Anfrage will sich Barbara Maienfisch, die Präsidentin der FDP-Frauen, noch nicht zu konkreten Kandidaturen äussern. Sie bestätigt jedoch: «Unter den Kandidaten, die der parteinternen Findungskommission bekannt sind, befinden sich mehrere Frauen.»

Der Vorstand der FDP-Frauen hat zudem das Ziel ausgegeben, mindestens ein Drittel der freisinnigen Listenplätze für die Kantonsratswahlen mit Kandidatinnen zu besetzen. Bei den Wahlen 2013 betrug der Anteil der kandidierenden FDP-Frauen noch 28 Prozent. «Dieser Wert soll nochmals übertrumpft werden», so die Partei weiter.

Um dieses Ziel auch zu erreichen, führe man bereits jetzt Gespräche mit möglichen Kandidatinnen. (szr/sva)