Solothurn
Fast eigene Literaturtage für Schüler

Vor den eigentlichen Literaturtagen findet nun ein umfassenderes Programm für die Jugend statt. Nun können auch Schulen von diesem profitieren.

Fränzi Zwahlen-Saner
Drucken
Teilen
Anna Kornicker mit ihren Erstling «Jina und Kor».

Anna Kornicker mit ihren Erstling «Jina und Kor».

Nicole Nars-Zimmer niz

Zum ersten Mal wird dieses Jahr das Jugend- und Kinderprogramm der Solothurner Literaturtage für Schulen ausgeweitet. Es startet bereits vor den eigentlichen Literaturtagen, nämlich am Montag, 2. Mai, und dauert bis zum Mittwoch, 4. Mai.

Es richte sich an Schulen aus dem Kanton Solothurn und dem Aargau, steht im Programmheft zu lesen. Angeboten wird im Alten Spital ein facettenreiches Programm mit Lesungen und Workshops für den Kindergarten bis zur Oberstufe.

«Wir haben uns für dieses umfassendere Programm auch aufgrund von Rückmeldungen der letzten Jahre entschieden», sagt die Geschäftsführerin der Solothurner Literaturtage, Reina Gehrig.

Bisher sei es so gewesen, dass lediglich Stadt-Solothurner Schulen jeweils am Freitag der Literaturtage das Kinder- und Jugendprogramm besuchten. Mit der Ausweitung auf die Wochentage vor dem Himmelfahrts-Wochenende bestünde jetzt die Möglichkeit zum Besuch auch für Schulen, die ab Donnerstag die «Brücke» machten.

Entsprechend positiv wurde das Angebot von umliegenden Schulen auch gebucht. «Es hat allerdings noch Platz», sagt Gehrig.

Besonders freue sie, dass sich auch der Kanton Aargau an diesem Angebot interessiert zeige und den Besuch seinen Schulen empfehle. Im Programm des sogenannten «JuKiLi» sind zehn Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -Autoren vereint.

Sie alle bieten zu bestimmten Zeiten Lesungen, Diskussionen, Slam-Poetry, Rap, Live-Zeichnen und vieles mehr für die Schüler an. Das Eintauchen in die Welt der Literatur soll so spielerisch wie nur möglich erfolgen.

Mit im Autorenreigen dabei ist auch die Basler Autorin Anna Kornicker. Sie gab vor kurzem ihren ersten Jugendroman «Jina und Kor» heraus, den sie nun als multimediale Lesung am Montag, Dienstag und Mittwoch ab 2. Mai jeweils ab 11 Uhr im Alten Spital vorstellt. «Ich bin selbst sehr gespannt, wie die Lesungen ankommen und wie die 4.- und 5.-Klässler reagieren», sagt die Autorin.

In ihrer Geschichte erleben die Kinder Jina und Kor, wie sich ihre Familien und ihre Umgebung ganz unmerklich, aber immer intensiver verändern – und zwar zum Bösen. Oder ist das alles nur Einbildung?

Sie beschliessen, zu flüchten, und gelangen in unbekannte, fantastische Reiche. Zu zwei zerstrittenen Herrschern, die den Menschen ihre Gefühle rauben. Anna Kornicker hat sich beim Schreiben dieser Geschichte auch physisch ins Reich der Fantasie gewagt, indem sie die Geschichte immer wieder mal in den Phasen zwischen Schlaf und Aufwachen bewusst weiterspann, wie sie erzählt. Ein gelungenes Experiment.

Anna Kornicker: «Jina und Kor». Weber-Verlag, Thun. Fr. 23.90.

Lehrer(innen) können ihre Klassen noch bis 25. April unter www.literatur.ch anmelden.